Mittwoch, 20. September 2017

Christi Liebe Als Characterzentrum

"Es ist Liebe wie die Liebe Christi, "die herzliche Liebe Jesu Christi” (Philipper 1: 8) . Sicherlich bedeutet das, dass Paulus Jesu Liebe als das Muster für seine eigene Liebe nimmt. Doch dieser Spruch verlangt mehr als Nachahmung. Paulus sagt damit, dass er eine solche Tiefe in der Einheit mit Christus erlangt hat, dass ihre Herzen wie eins schlagen. Ja noch mehr, dass das große Herz Christi Paulus erobert hat. Christi Liebe ist das Zentrum vom Charakter von Paulus geworden. 
Bei Philippi hat die Liebe sich als das Wesen der neuen Natur eines Gläubigen gezeigt. Sobald als Lydia bekehrt wurde, hat sie Paulus und sein Team zu sich nach Hause eingeladen. Sobald als der Gefängniswärter bekehrt wurde, hat er, der vorhin Paulus eingekerkert hatte, die Wunden von Paulus gebadet (Apg 16: 15, 24, 33). Als die Feindschaft der Philipper gewachsen ist, hat die Gemeinde sich jedoch mit dem verfolgten Apostel identifiziert (Philipper 1: 5-7) und ihm mehrmals Hilfe zugesandt (Philipper 4: 16). Liebe war ihre neue Natur in Christus.”
Alec Motyer, The Bible Speaks Today, Philippians, s. 54-55.

Montag, 18. September 2017

Gottes Liebe Zu Uns

"Wir dürfen mit gutem Trost an Gott denken, wenn wir ihn als besänftigt in Christus sehen. So lange der Vater Christus liebt, kann Er uns doch nur lieben. ... Welchen Trost haben wir, dass wir zu Gott im Namen Christi gehen dürfen, und seine Verheißungen mutig beansprechen dürfen, denn Er liebt uns mit derselben Liebe womit Er seinen einzigartigen geliebten Sohn liebt. Sind wir in Christus, kann Gott seine Liebe zu uns nur dann verändern, wenn Er seine Liebe zu Jesus verändert. Seine Liebe ist genauso unabänderlich zu jedem Glied des Leibes, wie sie zum Haupt Jesus Christus ist." 
Sibbes, Yea and Amen, Works, Bd. 4, s. 120.

Freitag, 15. September 2017

Durch Seinen Anblick Allein

"So häufig also wie Verzögerung und Warten Müdigkeit in uns schafft, wenn Gott scheint sich gar nicht mehr um uns zu kümmern, lasst uns zu Christus fliegen, denn […] seine Auferstehung ist ein Spiegelbild unseres Lebens. Denn darin sehen wir, wie Gott sein Volk normalerweise behandelt. Der Vater hat Christus nicht sofort zum Leben wiedergebracht, als Christus vom Kreuz heruntergebracht wurde, sondern Christus lag im Grab, und zwar bis zum dritten Tag. Wenn Gott also beabsichtigt, uns eine Weile unter etwas schmachten zu lassen, lasst uns wissen, dass wir an Christus unserem Haupt vereinigt sind, und daher gute Gründe für unsere Zuversicht sammeln. […] Hier sollen die Gläubigen Hoffnung bekommen, obwohl Gott seine Hand nicht sofort nach denen ausstreckt, sondern sie eine Weile auf seiner Gnade der Erlösung [aus irgendeiner Last oder Sünde] warten lässt. 
Hosea schreibt weiter, “Wir werden vor seinem Angesicht leben.” Wieder hier sollen die Gläubigen sich stärken, denn Gott würde denen sein väterliches Gesicht zuwenden, nachdem Er sich von denen lange Zeit weggedreht hatte. “Wir werden vor seinem Angesicht leben.” Denn solange Gott sich nicht um uns kümmert, erwartet uns eine sichere Zerstörung, doch sobald Er uns anblickt, belebt Er uns durch seinen Anblick allein. 
Daher versprechen sich die Gläubigen diesen Segen, dass Gottes Angesicht nach langer Dunkelheit sie wieder beleuchten wird. Hier finden sie die Hoffnung auf Leben, und zur selben Zeit entfernen sich von allen Hindernissen, die das Licht des Lebens in den Schatten stellen. Denn solange wir hin und her rennen, können wir das Leben nicht ergreifen, dass Gott uns verspricht. Denn die Reize dieser Welt sind viele Schleier, die unsere Augen davon abhalten, das freundliche väterliche Gesicht Gott zu sehen."
Calvin, Hosea Auslegung, über Hosea 6: 2. 

Mittwoch, 13. September 2017

Dein Smartphonegebrauch

10 Fragen, um deinen Smartphonegebrauch zu überprüfen. 
1. "Offenbart mein Smartphonegebrauch eine Abhängigkeit von unpassenden Unterhaltungen?
2. Offenbart mein Smartphonegebrauch eine zwingende Sehnsucht gesehen und bestätigt zu werden? 
3. Lenkt mich mein Smartphonegebrauch von echter Gemeinschaft mit Gott ab? 
4. Lenkt mich mein Smartphonegebrauch davon ab, nüchtern und klar über meinen eigenen Tod, Christi Wiederkehr und ewige Realitäten nachzudenken? 
5. Beschäftigt mich mein Smartphonegebrauch mit dem Streben nach weltlichem Erfolg? 
6. Hindert mein Smartphonegebrauch die Leitung des Heiligen Geistes in meinem Leben? 
7. Beschäftigt mich mein Smartphonegebrauch mit Dating und Romantik? 
8. Erbaue ich andere Christen und meine Ortsgemeinde durch meinen Smartphonegebrauch? 
9. Liegt der Fokus meines Smartphonegebrauchs auf das, was für mich notwendig und für andere hilfreich ist? 
10. Verblendet mich mein Smartphonegebrauch von den Bedürfnissen der Menschen, die Gott direkt vor mir gestellt hat?"

Dienstag, 12. September 2017

Wie Dein Handy Dich Verändert

Tony Reinke hat ein absolut herrliches und aktuelles Buch zum Thema Smartphones geschrieben. "12 Ways Your Phone Is Changing You" will weder unsere Smartphones verdammen, noch jeglichen Gebrauch davon für schlecht halten. Viel mehr liefert Tony uns eine kurze Theologie der Technologie, und geht dann auf 12 Konsequenzen eines unbedachten, übermässigen Smartphonegebrauch ein. 

Diese Konsequenzen sind: 
1. Wir sind abhängig von Ablenkungen
2. Wir nehmen unser eigenes Fleisch und Blut nicht mehr wahr
3. Wir sehnen uns nach sofortiger Bestätigung
4. Wir verlieren unsere Lesefähigkeit
5. Wir futtern uns vom Produzierten.
6. Wir werden das, was wir "liken" (D.h.: das, was uns gefällt.)
7. Wir werden einsam
8. Wir gewöhnen uns an geheimen Sünden
9. Wir verlieren an Bedeutung
10. Wir haben Angst davor, etwas zu verpassen, (Auf English: FOMO: "Fear Of Missing Out")
11. Wir werden brutaler miteinander
12. Wir verlieren die Zeit, die Gott uns geschenkt hat
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Hier bei Amazon erhältlich.