Donnerstag, 9. Januar 2020

Offenbarung 12: Der Drache An Der Krippe

Ich habe am Heiligabend über dieses Kapitel gepredigt, - hier mal ein kurzer Umriß. 

Offenbarung 12:

1. Der König wird geboren vv.1-6
Am Krankenhausbett bei der gebärenden Mutter steht ein komischer Arzt mit scharfen Zähne, langem Schwanz. Es ist der Teufel, der Gottes Volk und den Messias auffressen wird. 

Doch trotz allem wird Gottes Wort erfüllt, und der Messias kommt zur Welt, wie Gott in Psalm 2 verheißen hat. Er ist der König, deswegen legt Johannes seinen Fokus auf Jesu Geburt und Himmelfahrt. Jetzt - auch heute! - regiert der Herr Jesus mit seinem eisernem Stab. Alle Rebellion gegen Christus ist wie ein Porzellenaufstand gegen einen Baseballschläger.

2. Der Teufel wird besiegt vv.7-12
Bevor der Krieg angefangen hat, ist er schon vorbei. Vers 8: Und der Teufel wurde besiegt. In den folgenden Versen erzählt Johannes uns 5 mal, dass der Teufel niedergeworfen wurde. Jesus 1: Teufel: 0. Das war's. 

Durch Jesu Tod hat die bekennende Gemeinde Sünde, Tod und Teufel überwältigt. 

3. Die Gemeinde wird bewahrt vv.13-17
Weil der Teufel besiegt ist, geht auf Tour ein letztes Mal. Möglichst viel Krach machen, bevor seine Zeit ausläuft. Aber trotz seines Zornes überlebt Gottes Gemeinde (die Frau von den Versen 1-2 war Gottes AT Volk, die Frau in diesen Versen Gottes NT Volk; also nennen wir sie einfach die Gemeinde.) Nicht aus ihrer eigenen Stärke, sondern weil Gott sein Volk ernährt (v.6, 14) und bewahrt (v.16).

Was steht unter dem Weihnachtsbaum für den Drache? Seine zerschmetterten Zähne, und einen Haufen Gericht. Das Tick Tack von seiner Zeit, die bald vorbei ist. 

Was bekommst du unter dem Weihnachtsbaum? Christus den König, eine Rettung, die nicht versagen kann, und Gottes Kraft, die dich trotz Sünde, Anfechtung, Schuld und Teufel bewahrt. 

Freitag, 27. Dezember 2019

Der Grund Für Seine Liebe

"Es gibt Zeiten, wo ich die Lehre von der erwählenden Liebe Gottes gegen die ganze Welt nicht tauschen würde.* O, wenn du nie auf den getrübten Gewässer der Seelendepression gewesen bist, kann ich verstehen, wenn du darüber spottest. 
Aber wenn du weißt, wie es ist, entleert zu sein, sogar zu spüren, was für einen unaussprechlichen Sünder du bist, dann wirst du Gott dafür danken, dass Er, Der dich liebt, den Grund für seine Liebe in sich selbst und nicht in dir findet." 
Archibald Brown, der Nachfolger von Charles Spurgeon, bei der Metropolitan Tabernacle.  
Anmerkung: "Es gibt Zeiten" -  d.h.: Jede Sekunde von jedem Tag.

Freitag, 20. Dezember 2019

Ein Allmächtiges Nein!

"Die Jungfrauengeburt zeigt, dass die Rettung von Gott kommen muss. Sie ist ein allmächtiges "Nein!" zu aller Werksgerechtigkeit." 
Michael Reeves

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Wahre Und Gefälschte Buße

"Es ist immer schwierig, die Absichten von anderen genau zu erkennen. Aber wenn die westlichen Kirchen Buße für einige Sünden tun, nämlich für das Vermächtnis von Rassismus, die Geschichte des Kolonialismus, und die Sünden der sozialen Ungerechtigkeit in ihren eigenen Kulturen, machen wir das, weil diese Dinge Gott ärgern, oder weil diese Dinge - zur Recht - die Welt ärgern? 
Wir wissen letztendlich, ob unsere Buße an Gott gerichtet ist, wenn Gott und die Welt nicht einer Meinung sind. Wenn Gottes Wille entscheidet, was Sünde und bußwürdig ist, werden wir selbst Buße tun, und andere dazu aufrufen, wo Gott gesagt hat, dass etwas sündhaft ist. Das werden wir tun, auch wo die Welt etwas anders sagt. Ich befürchte, dass wir bei diesem Test durchfallend. Denn ich befürchte, dass wir nur Buße von den Dingen tun, die die Welt ärgern. 
Wie wir alle wissen, das was die westliche Welt nicht ärgerlich findet,  wie z. B.: sexuelle Sünden, wird zunehmend selten von den westlichen Kirchen verurteilt. Eine solche Buße: ist sie eine Zuwendung zu Gott oder eine Anerkennung der Welt?" 
Mike Ovey, The Grace of God or the World of the West, in The Goldilocks Zone, s. 266

Montag, 16. Dezember 2019

Souveräne Selbstidentifikation

In 1 Mose 1 offenbart Gott seine Souveränität indem Er Namen, Bedeutung und Aufträge seiner Schöpfung zuweist (1 Mose 1:8,10,26). Gott verleiht Adam diese Autorität als seinen Vizekönig auf der Erde, sodass Adam die anderen Geschöpfe Gottes benennt (2:19-21).

Durch das Evangelium geschieht wieder eine souveräne Namensgebung. Durch den Glauben an Christus spricht Gott uns den Status und Namen Christi zu. Gerechtfertigt zu sein; bedeutet, dass Gott uns einen neuen Namen gegeben hat; Nicht mehr heißen wir Adam mit Nachname, sondern werden nach Christus genannt, (Gal 2:16; 3:28; Apg 11:26). 

Jemandem eine Identität zuzusprechen steht also nur Gott dem König zu. Deswegen können wir folgendes über die jetzige Selbstidentifikationsbewegung feststellen, die die eigene Identität aussuchen und bestimmen will: 

1. Selbstidentifikation ist unmöglich für uns als Geschöpfe. Nur der Schöpfer-König kann durch uns identifizieren; denn Er allein hat die Autorität und die Macht das zu tun. 

2. Daher sind alle selbsterfundene Identitäten fiktiv und realitätsfremd. Egal wie laut jemand behauptet, x oder y sei seine Identität, wenn seine Behauptung nicht mit Gottes gegebener Identität übereinstimmt, steht keine objektive Wahrheit hinter seiner Behauptung. 

3. Der Drang nach Selbstidentifikation ist Teil unseres inneren Putschsystems. Wir wollen Gott von seinem Thron abschieben, und selbst zwischen Gut und Böse entscheiden. Selbstidentifikation ist also Rebellion.

4. Zuletzt, Selbstidentifikation ist auch Diebstahl. "Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner", (Psalm 24:1). Mike Ovey schreibt dazu, 
"Die Sprache hier ist die des Besitzertum. Das hilft uns zu verstehen, dass Gott nicht nur Herr im politischen Sinne ("König") ist.  Die Erde gehört Gott. Sie ist sein Besitz" (Mike Ovey, Goldilocks Zone, s.55)
Jeder Versuch, unsere Identität selbst zu bestimmen, beraubt dem Herrn, von dem, was Ihm zusteht. Wir sind daher nicht bloß Rebellen, sondern auch Diebe. 


5. Unser eigener Unglaube hat mehr mit der Selbstidentifikationsbewegung gemeinsam, als uns vielleicht bewusst ist. Wir glauben unseren eigenen Worte mehr als Gottes souveränem Wort über uns. Dadurch rebellieren wir gegen Gott und nehmen ihm wieder sein Recht ab, uns unsere Identität zuzusprechen.