Dienstag, 8. Oktober 2019

Wie Die Gerechten Aus Glauben Leben

Der Prophet Habakkuk ringt mit der Realität von Böse unter Gottes Volk (1:1-5). Gottes antwortet, dass Er die Babylonier als Strafe für sein Volk erzieht und sendet (1:6-11). Habakkuk ringt auch mit Gottes Güte und Souveränität hier; denn Gott ist doch ein heiliger Gott, wie kann Er diese bösen Babylonier gebrauchen (1:12-2:1). Gott antwortet, dass Er auch die Babylonier und letztendlich die ganze Welt richten wird (2:2-20). Bis dann lebt der Gerechte im Glauben an Gottes Verheißung von Rettung und Gericht (2:4). 

Habakkuk findet seine Ruhe in Gottes Antwort, denn in Kapital 3 stellt er keine Fragen mehr. Stattdessen schreibt er ein Lied für Gottes Gemeinde (3:19). Im Lied bittet Habakkuk dreimal (v.2), er gedenkt Gottes Rettung (3:3-15), und entscheidet sich auf Gott zu warten, und sich an ihm zu freuen (3:16-19). Auf Englisch kann man das knackiger ausdrücken: Request, Remember, Resolve.

Es ist auffällig, dass die drei Teile des Liedes auch im Gottesdienst vorkommen. 

Im Gebet um Vergebung und in der Fürbitte bitten wir, um Gottes Gnade für uns, die weltweite Kirche und für Gottes Welt. In unseren Liedern und in der Predigt gedenken wir Gottes Rettung. In unserem letzten Lied und Gebet, sowie im Glaubensbekenntnis entscheiden wir uns wieder, in der kommenden Woche auf Gott zu warten, ihm zu vertrauen, und uns an ihm zu freuen.

Was stärkt uns also in einer gefallenen Welt, wo das Böse oft zu herrschen scheint? Woche für Woche in den Gottesdienst zu gehen. Woche für Woche: Request, Remember, Resolve, sodass wir aus Glauben leben, vertrauend drauf, dass Gott das letzte Wort über diese Schöpfung hat (2:4).

Was Wollte Moses?

"Mose hat keine andere Absicht, als alle Menschen einzuladen, direkt zu Christus zu gehen. Daher ist es offensichtlich, dass die, die Christus ablehnen keine Jünger von Mose sind." 
Johannes Calvin, Das Evangelium nach Johannes. Calvin kommentiert über Johannes 5:39

Samstag, 28. September 2019

Tragödie und Freude

"Alle menschliche Ehen beginnen mit Freude aber enden mit Tragödie. Ob durch Scheidung oder den Tod, das menschliche Band der Liebe wird irgendwann auseinander zerrissen. Die Ehe zwischen Christus und seiner Gemeinde beginnt jedoch mit Tragödie und endet mit einer freude- und liebevollen Einigung, die nie auseinander zerrissen wird. Es gibt eine Freude, auf die wir in unserer Anbetung hinweisen, die Freude vom Hochzeitsmahl des Lammes.  Aber unsere Leute [gemeint: Gemeindemitglieder] müssen begreifen, dass es in dieser Welt Trauern und Klagen gibt. Kein weltliches, hoffnungsloses Trauern. Aber dennoch echtes Trauern, und wir [gemeint: Pastoren] müssen sie drauf vorbereiten."
Carl Trueman, Reflections On 'What Can Miserable Christians Sing?'


Dienstag, 24. September 2019

Anbetung Auf Dem Trümmerhaufen

Matthew Henry schreibt über Habakkuk 3:17-19: 
"Habakkuk hat entschlossen, sich an Gott zu freuen, denn sein Gott ist nicht verloren, auch wenn alles andere verloren ist. Zerstöre den Weinstock und die Feigenbäume und du schaffst die ganze Freude eines natürlichen* Herzens ab. Doch die, die sich in allen Dingen an Gott gefreut haben, wenn sie arm und leer sind, können noch sich noch an allem in Gott freuen.  
Sie können auf dem Trümmerhaufen ihrer leiblichen Genüssen sitzen, und dennoch den Herrn als den Gott ihrer Rettung anbeten."
Matthew Henry, Commentary on the Whole Bible, s. 653

*Wortwörtlich "carnal"; also ein Herz, das noch in Rebellion gegen Gott lebt.

Freitag, 20. September 2019

Die Tiefste Diversität

"Die Wiedergeburt löscht unsere Individualität, Persönlichkeit oder unseren Charakter nicht aus. Sondern sie heiligt sie, und stellt sie im Dienst für Gott. Die Gemeinschaft der Gläubigen ist die neue Menschheit, die in sich selbst ein breites Spektrum an Vielfalt und Unterschiede trägt, und die tiefste Diversität in ihrer Einheit auslebt."
Herman Bavinck, Reformed Dogmatics Band IV, s. 640. 

Wahre Diversität findet sich in der Hingabe an Jesus Christus, der sein Ebenbild in seiner gläubigen Kirche wiederherstellt. Alles andere ist nur eine billige Kopie, ein zum Scheitern verurteilter Versuch das ohne Gott zu schaffen, was nur Gott schafft.