Mittwoch, 8. Juli 2020

Gottes Herrschaft Begreifen

Robin Ham: 
"Jemand sagt: Ich kann nichts damit anfangen, dass Gott über eine grausame Situation herrscht. Das kann nichts sein, was Gott verherrlicht, oder was ich feiern kann." Was würdest du dieser Person sagen?"
Christopher Ash: 
"Vielleicht sag ich am Anfang nicht so viel. Ich hoffe, ich würde eher zuhören und beten. Aber, was ich sagen möchte wäre: Mach dir keinen großen Kopf drüber, Gottes Herrschaft erstmal zu begreifen oder gar zu feiern. Die Wahrheit seiner Herrschaft steht fest, ob du sie begreifst oder nicht. Deine Sicherheit in Gottes Liebe hängt nicht von deinem Begreifen von Gottes Herrschaft ab. Gott der Vater liebt dich mit einer Liebe in Christus, die sich nie ändert. Deine (und meine!) wechselhafte und manchmal gar verzweifelte Gefühle ändern seine Liebe auch nicht.
Die Zeit wird kommen, - höchstwahrscheinlich am Ende der Zeit, - wann wir fröhlich und unbezwungen Gottes Herrschaft über alles feiern werden. Aber für jetzt machen wir uns keine großen Sorgen drüber. Sonst wird das Gefühl, dass wir verstehen und feiern sollen, eher zu einer weiteren Last, die wir mit uns herum schleppen müssen." 
Ht: Robin Ham. Christopher Ash hat ein Buch dazu geschrieben: "Where was God when that happened?"

Wie Gott Wirkt

Das Wissen, dass Gott durch sein Evangelium Menschen rettet und sein Reich baut ist wichtig für alle, die sich ihre Schwachheit und Versagen bewusst sind. Was soll ich mir sagen, wenn ich mich völlig überfordert als Botschafter von Gottes lebensschaffendem Wort fühle? Ich muss auch hier mit dem Evangelium anfangen. Ich muss es mir wieder predigen, wie ich eigentlich regelmäßig machen soll, wenn mein Dienst auf Kurs bleiben soll. Diese Selbstverkündigung des Evangeliums erinnert mich daran, dass Gott den Außergewöhnlichen keine Preise, sondern den Elenden Gnade schenkt. 
Der christliche Dienst ist also keine gut verdiente Belohnung, sondern ein Geschenk für die Unwürdigen.  Deswegen bin ich nicht vom Dienst ausgeschlossen, obwohl ich so normal und zerbrechlich wie ein irdenes Gefäß bin (2 Kor 4:7). 
Ich muss mich auch dran erinnern, dass die Welt das Evangelium von einem gekreuzigten Retter und Herr als schwach und töricht sieht. Und das, obwohl das Evangelium Gottes Kraft und Weisheit verkörpert (Röm 1:16; 1 Kor 1:18,22-25).  Das Werk Gottes ist genauso gegenkulturell wie das Wort Gottes. Gott wirkt meistens durch Menschen, die der Welt nicht besonders auffallen (1 Kor 1:26-29; 2 Kor 4:7-12). Tatsächlich ist keiner so schwach oder niedrig, dass Gott ihn nicht gebrauchen kann."
Allan Chapple, Ministry under the Microscope, s.75-76.

Dienstag, 7. Juli 2020

Dienen Und Die Gnade Gottes

"Wie bildet Gottes wunderbare Gnade die Grundlagen des christlichen Dienstes? Das Neue Testament liefert uns vier Hauptantworten zu dieser Frage: 

1. Gottes Gnade schafft unsere Dienste. Unser Dienst ist nicht etwas, was Gott braucht, sondern etwas was Gott schenkt (Apg 17:25; 2 Kor 4:1). 

2. Gottes Gnade ist der Fokus unseres Dienstes. Die Gnade Gottes ist der Inhalt des Evangeliums (Apg 20:24; Kol 1:5-6).

3. Gottes Gnade befähigt unseren Dienst. In seiner Gnade gibt Gott uns die Gaben und die Kraft, die wir brauchen, um Ihm zu dienen (1 Pet 4:10; 1 Kor 15:10)

4. Gottes Gnade nährt unseren Dienst. Die Gnade ist nicht nur etwas, was wir andere Menschen lehren. Wir predigten sie uns auch. Wenn wir drauf bestehen, dass niemand durch Gesetzeswerken gerechtfertigt wird (Röm 3:20; Gal 2:16), müssen wir auch drauf bestehen, dass wir nicht durch unseren Dienst gerechtfertigt werden. Wir leben im Glauben an Christus, der uns liebte und sich für uns gab (Gal 2:20)."

Allan Chapple, Ministry under the Microscope, s.36-39, zusammengefasst.

Montag, 6. Juli 2020

Die Autorität Des Wortes

"Wenn das Wort seine Autorität von der Kirche bekommt, dann müssten wir die Kirche noch höher wertschätzen als Gott selbst. Denn wer auch immer dem Worten eines anderen Glaubwürdigkeit und Betonung verleiht, der steht über die Person, die spricht. Niemand steht über Gott. Deswegen ist keiner in der Lage Gottes Worten Autorität zu verleihen. ... Das Wort bekommt seine Autorität daher von dem Wort selbst."
Wilhelmus à Brakel, The Christian's Reasonable Service. 

Samstag, 4. Juli 2020

Ein Göttlicher Wecker

"Lass die Versuchung dir Sorgen zu machen als einen göttlichen Wecker dienen, der dich daran erinnert, dass es Zeit zum Beten wird."
John Onwuchekwa, Prayer: How Praying Together Shapes The Church, s.125