Dienstag, 22. August 2017

Die Christliche Religion Besteht Aus Liebe

"Alle [christliche] Religion besteht tatsächlich aus Liebe. Der Glaube ist die dankbare Annahme [von Christus], und Dankbarkeit ist ein Zeichen der Liebe. In der Buße bereut die Liebe [ihre Sünden]. In dem Streben nach Heiligkeit sucht die Liebe. Im Gehorsam gefällt [Gott] die Liebe. Selbstverleugnung ist die Abtötung von Selbstliebe. Nüchternheit ist das Ende der weltlichen Liebe.  
Wenn die Liebe nicht belebt und aktiv gehalten wird, wird sie verkümmern. Die Zuneigungen eines Menschen machen keine Pause; richten sie sich nicht nach Gott in der Liebe aus, dann laufen sie nach weltlichen Dinge. Wenn unsere Liebe nach Gott abnimmt, nimmt die Liebe zur Welt in unserer Seele zu. Es ist die Kraft der Liebe, die uns davon abhält, für uns selbst zu leben. ... Wie viel sollten wir also beten, dass Gott unsere Liebe [zu ihm] belebt, bekräftigt und bewahrt! Eine der Wirkungen des Heiligen Geistes ist, dass Er unsere Liebe zu Gott entfacht."
A. W. Pink, zitiert in Mark Dever, The Message of the Old Testament, s. 689.

Freitag, 18. August 2017

Wie Etwa Eine Spinne

"Deine Sündhaftigkeit macht dich sozusagen so schwer wie Blei, so dass sie dich mit ihrem gewaltigen Gewicht und ihrem starken Druck zur Hölle treiben wird. Wenn Gott dich fallen ließe, würdest du den Boden unter dir verlieren, im Nu hinuntersinken und im bodenlosen Abgrund untertauchen. Deine Gesundheit, deine Sorgfalt und deine Vorsicht, deine besten Maßnahmen und deine eigene Gerechtigkeit wären nicht imstande, dich zu halten und vor der Hölle zu bewahren, so wenig wie ein Spinngewebe einen stürzenden Felsen aufhalten könnte. ...  
...  Gott, der euch noch über dem Abgrund der Hölle hält gerade so, wie etwa eine Spinne oder ein abscheuliches Insekt über dem Feuer gehalten wird, dieser Gott verabscheut euch und ist schrecklich erzürnt; sein Zorn gegen euch brennt wie Feuer; er betrachtet euch als Leute, die nichts anderes verdient haben als in den feurigen Pfuhl geworfen zu werden; seine Augen sind zu rein, als dass sie euren Anblick ertragen könnten; ihr seid in seinen Augen zehntausendmal scheußlicher als die garstigste Giftschlange in den unsrigen.  
Ihr habt ihn unendlich tiefer beleidigt als irgendein widerspenstiger Rebell seinen Herrscher; trotz alledem bewahrt euch seine Hand noch jeden Moment vor dem Sturz ins Feuer. Nur dieser Bewahrung in seinen Händen hast du es zu verdanken, wenn du in der letzten Nacht noch nicht zur Hölle gefahren bist, wenn du heute morgen noch auf dieser Welt erwachen durftest, nachdem du gestern Abend die Augen zum Schlaf geschlossen hattest; und wenn du, seit du heute morgen aufgestanden bist, noch nicht zur Hölle gefahren bist, so liegt es einzig und allein daran, dass Gott dich noch gehalten hat."
Jonathan Edwards, Die Sünder in den Händen eines zornigen Gottes. Hier als PDF dank dem Martin Bucer Seminar.

Der, dem viel vergeben worden ist, wird viel lieben. Der, der die Realität Gottes Zornes beherzigt hat, wird Christus und seinen Opfertod aus tiefstem Herzen lieben, und täglich Gott dafür danken, dass er nicht unter seinem Zorn aufgewacht ist. 
"Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. 9 Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden!" Römer 5: 8-9.

Donnerstag, 17. August 2017

Christi Perfekte Liebe

"Die Liebe in Christi ist nicht Liebe wie sie in uns ist, denn die Liebe in Ihm ist der Kern seines Wesen (1 Joh 4: 16); doch in uns ist der nicht der Fall. ... Gott ist die Liebe, Christus ist Gott, daher ist Christus die Liebe, die Liebe in ihrer reinsten und höchsten Form. Die Liebe ist essentiell für seine Existenz. Würde Christus aufhören zu lieben, hörte Er auch auf zu sein. ... Daher dürfen wir wissen, dass seine Liebe von keinen der Schwachheiten und Defekten begleitet wird, die unsere Liebe begleiten."
John Bunyan, All Loves Excelling, s. 49.

Mittwoch, 16. August 2017

Herzlos?

Manchmal höre ich Leute sagen, dass sie Paulus nicht mögen. Er sei zu kalt und herzlos. Das kann doch nicht wahr sein. Hör ihm zu wie er doch spricht! 

Er nennt Epänetus und Stachys, "meinen geliebten" (Röm 16: 8, 9); Amplias "meinen im Herrn geliebten" (Röm 16: 9). Timotheus ist sein "geliebtes und treues Kind im Herrn" (1 Kor 4: 17; 2 Tim 1: 2). Tychichus ist "der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn" (Eph 6: 21; Kol 4: 7). Epaphrus ist "unser geliebter Mitstreiter" (Kol 1: 7). Onesimus ist "unser treuer und geliebte Bruder" (Kol 4: 9). Philemon ist "unser geliebter Mitarbeiter ... und geliebter Bruder" (Philemon 1, 6). Zu Timotheus schreibt Paulus: "Ich bin voll Verlangen, dich zu sehen, da ich mich an deine Tränen erinnere, damit ich mit Freude erfüllt werde." (2 Tim 1: 4).

Er spricht ganze Gemeinden als "meine geliebten Kinder" (1 Kor 4: 15); "meine Geliebten" (1 Kor 10: 14; Phil 2: 12); "meine geliebten Brüder" (1 Kor 15: 58); "Geliebten" (Römer 12: 19; 2 Kor 7: 1; 12: 19); "geliebte Kinder" (Eph 5: 1); "von Gott geliebte Brüder" (2 Thess 2: 13) an.

Oder Phil 4: 1 "Darum, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!" (c.f: 1 Thess 2: 19-20; 3: 9.)

Tatsächlich ist es nicht nur Paulus, der so spricht. Peter und Johannes sprechen genauso (1 Pet 2: 11; 4: 12; 2 Pet 3: 1; 1 Joh 3: 21; 4: 1; 4: 7; 4: 11; 3 Joh, 1,2,5.)

Wieso sprechen die Aposteln so? Weil sie wussten, dass Jesus Christus "der Geliebte" ist, den der Vater ewig und eifrig liebt (Eph 1: 6; Kol 1: 23). Und sie hatten erfahren, dass diese Liebe in ihre Herzen ausgegossen wurde (Römer 5: 5), weil Gott sie und alle Christen eins mit Jesus gemacht hat (Eph 1: 7). So floss "die herzliche Liebe Christi" aus ihren Herzen zu allen, die dem Herrn gehörten (Phil 1: 8).

Ich will ein solcher Pastor sein. Nicht bloß einer, der diese Begriffe als billige Floskeln verkauft, sondern diese herzliche Liebe mehr und mehr erfahren und weitergeben. Welch ein Privileg, wir Christen haben, dass wir uns so lieben können und dürfen.

Sollen Wir Nicht Staunen?

"Es ist normal, dass Menschen ihresgleichen lieben, oder dass sie ihre Vorgesetzte und Regierenden lieben. Doch, dass der König der Könige, der Sohn Gottes, Jesus Christus, Menschen so liebt, das ist erstaunlich. Es ist noch erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass das Objekt seiner Liebe, dass die Menschen so niedrig, ekelhaft, unwürdig und nichtig [in ihrer Sünde] sind, wie die Schrift sie überall beschreibt. 
Er ist Gott (Joh 1: 1); der König der Herrlichkeit (Ps 24: 10); der Herr der Herrlichkeit (2 Kor 2: 8). Er ist das helle Strahlen der Herrlichkeit seines Vaters (Heb 1: 3). Er ist das Haupt aller Dinge (Eph 1: 22); der Prinz des Lebens (Apg 3: 15); der Schöpfer und Erhalter von allem und Herrscher über alles (Kol 1: 16; Heb 1: 3; Matt 28: 18). Der einzige ewig Beliebte seines Vaters (Matt 11).  
Doch die Personen, die Er liebt, sind Missetäter, Sünder, Feinde, Staub und Asche, Flöhe (1 Sam 24: 14); Würmer, Schatten, ekelhaft, sündig, verdorben, unrein, gottlose Narren und Verrücke. Soll man nicht staunen, und zutiefst berührt werden, dass Er sein Auge auf einen solchen Menschen setzt? Und sollen wir nicht weiter staunen, dass Er sein Herz an uns hängt? Tatsächlich ist es wahr: diese erhabene, herrliche Person liebt solche Menschen."
John Bunyan, All Loves Excelling, s. 47 

Montag, 14. August 2017

Alles Gehört Uns

"Alles gehört euch" 1 Kor 3: 21.  
"Dank der Einigung des Gläubigen mit Christus, besitzt er tatsächlich alle Dinge. Wir wissen das von der Schrift. Doch vielleicht stellt sich die Frage dann, "Wie besitzt er alle Dinge? Was bringt das ihm? Wie ist ein wahrer Christ so viel reicher als andere Menschen?"

[Hier die Antwort: Das will heißen], dass Gott, der Dreieinige, alles, was Er ist, alles, was Er hat, alles, was Er tut oder getan hat, das ganze Universum, alle Körper und Geister, Himmel und Erde, Engel, Menschen und Dämonen, Sonne, Mond und Sterne, Land und Meer, Fische und Geflügel, alles an Silber und Gold, alle Könige und Herrscher, wie auch alle armen Menschen, gehören dem Christen genauso sehr, wie das Geld in seiner Hosentasche, die Klamotten, die er trägt, das Haus indem er wohnt, die Nahrung, die er isst. Ja, Sie sind noch mehr seins, sie bringen ihm viel mehr, als wenn er alle diesen erwähnten Dinge befehlen könnte, das zu tun, was er für Gut fände.

Dank seiner Einigung mit Christus, weil Christus, der sicherlich alles besitzt, ihm ganz und gar gehört, so besitzt auch er alles. Er besitzt es mit mehr Recht darauf als eine Frau auf ihren Ehemann und seinen Gut hat. ... Es gehört ihm alles.

Christus leitet jedes Atom im Universum, so dass es dem Christen so viel dient und bringt wie möglich. So geht Christus mit jedem Luftpartikel und jedem Sonnenstrahlen um, sodass der Christ in der kommenden Welt, wann er das alles sieht, sich hinsetzen wird, und sein ganzes Erbe mit überraschten, erstaunlichen Freude genießen wird."
Jonathan Edwards, Miscellany, Vol 13 Works, s. 183.

Freitag, 11. August 2017

Glücklich

"Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass die Großartigkeit von Gottes Liebe sich am klarsten zeigt, indem Gott Christ als Retter [bis in den Tod] aufgibt, und uns mit seinem Erbe und seinen Reichtümern beschenkt, damit wir glücklich seien."
Bunyan, All Loves Excelling, s. 99.

Donnerstag, 10. August 2017

Echte Demut

"Gottes Gnade soll uns tiefer in die Demut führen. Echte Demut besteht nicht darin, dass man sich nur für klein und nutzlos hält. Echte Demut ist kein Minderwertigkeitskomplex. Echte Demut besteht darin, dass ich erkenne, wie groß und herrlich Gott ist, und mich dann in seinem Licht sehe. In der Schrift ist Demut immer die Frucht der Gnade, nicht der Angst. Es ist die Liebe Gottes, die einen Menschen wirklich demütig macht. ... Wenn wir erkennen, wie sehr sich Gott um uns kümmert, macht das uns demütig." 
Sinclair Ferguson, The Christian Life, s. 25.

Montag, 17. Juli 2017

So Verherrlicht Er Gott Nicht

"Der, der sich durch seine äußerliche Taten rechtfertigt, stimmt dem Gesetz Gottes in seinem Herzen nicht zu, er liebt es auch nicht, sondern möchte viel mehr, dass es kein solches Gesetz gäbe.

So verherrlicht er Gott nicht, sondern hasst ihn als einen Tyrann. Er hat keine Liebe für Gottes Verheißungen, sondern will in seiner eigenen Kraft sein eigener Retter sein. Er verherrlicht Gott ganz und gar nicht, auch wenn er scheint, das durch seine äußerliche Werke zu tun."

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 9.

Montag, 10. Juli 2017

Durch Gnade

“Durch Gnade, (d.h.: durch Gottes Gunst) werden wir aus Adam heraus gepflückt, der die Quelle von aller Boshaftigkeit ist, und in Christus hineingesetzt, der die Quelle von aller Güte ist. In Christus liebte Gott uns, seine Auserwählten, schon vor Grundlegung der Welt, und bestimmte uns für die Erkenntnis seines Sohnes und seines heiligen Evangeliums. 
Jetzt, wann uns das Evangelium gepredigt wird, öffnet Gott unsere Herzen, und schenkt uns Gnade, damit wir glauben. Er setzt den Geist Christi in uns hinein. Daraus lernen wir Gott als unseren höchstgnädigen Vater kennen, und lernen sein Gesetz innerlich lieben. … [Wir lernen, dass] das Blut Christi Genugtuung für unsere Sünden geleistet hat. Ja, dass das Blut Christi alle Dinge für uns erkauft hat. Christus ist unsere Sühne, Erlöser, und Retter, der uns von allem Gericht und Zorn befreit.” 
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 11.

Freitag, 7. Juli 2017

Tausend Ketten

William Tyndale beschreibt unseren Zustand bevor unserer Bekehrung: 
“Der Sündenfall durch Adam hat uns zu Erben des Gerichts und des Zornes Gottes gemacht, Erben des ewigen Verdammnis. Sein Fall hat uns in die Gefangenschaft und Knechtschaft unter dem Teufel gebracht. So ist der Teufel unser Herr und Herrscher, unser Haupt und Fürst, sogar unser Gott. Unser Wille ist fester an dem Willen des Teufels geschlossen und gebunden, als hundert tausend Ketten einen Mann an einem Pfahl binden könnten. 
Dem Teufels Willen stimmen wir mit unserem ganzen Herzen, unserem ganzen Verstand, mit alle unserer Kraft, Stärke und Macht zu. So ist es, dass wir das Gesetz und der Wille des Teufels tief in unserem Herzen und unseren Gliedern geschrieben sind. So laufen wir blindlings nach dem Teufel mit vollem Eifer, mit der vollen Wucht unserer ganzen Kraft. Wir sind wie ein Stein, der hinauf geworfen wird, und aus sich selbst mit der Gewalt seines eigenen Gewichtes wieder runterfällt.”

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 13. 

Vgl. Joh 8:32-47; Epheser 2: 1-3. Nehmen wir diese Lehre der Schrift über unsere eigene Sündhaftigkeit zu Herzen, wird die Freude an Christus und seiner Erlösung täglich wachsen.

Dienstag, 4. Juli 2017

Nichts Zu Befürchten

"Die Grundlage des christlichen Glaubens und der christlichen Hoffnung, tatsächlich der Kern der guten Nachricht, ist, dass Jesus starb und stand wieder auf, um uns mit ihm zu vereinigen, sodass bei seiner Wiederkehr Er uns nimmt, um ewig bei ihm zu sein. Unser rückkehrender König ist kein anderer als unser gekreuzigter und auferstandener Retter. Wir haben daher absolut nichts zu befürchten. Ganz im Gegenteil, wir dürfen gewiss sein, dass nichts (weder Tod, noch Trauer, noch Gericht) uns von ihm trennen kann, der starb, um uns zu sich selbst zu bringen. Daher ermutigt, tröstet und erbaut einander mit diesen Worte."
John Stott, Message of Thessalonians, s. 116

Freitag, 23. Juni 2017

Nichts Anderes Als Barmherzigkeit


"Aus seiner Fülle haben wir alle Gnade um Gnade, Gunst um Gunst empfangen. Das heißt, wegen der Liebe und Gunst, die der Vater zu seinem Sohn Christus hat, gibt uns der Vater seine Liebe un Gunst und alle Gaben seiner Gnade, wie ein Vater seine Söhne beschenkt. Wie Paulus es sagt, “Er liebte uns in seinem Geliebten vor der Grundlegung der Welt (Vgl: Eph 1:4-7) … Wer auch immer zu Christus flieht, kann nichts anderes von Gott hören oder empfangen, als Barmherzigkeit."
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture. S.7.

Freitag, 16. Juni 2017

Gottes Taten Der Liebe

"Betrachte die erstaunliche Güte Gottes, dass es ihm gefällt, unser Vater zu werden, diese trostreiche Beziehung mit uns zu beginnen. Gott hatte es nicht nötig, uns zu adoptieren. Ihm fehlte kein Sohn, doch wir hatten keinen Vater. Als unser Schöpfer zeigte Gott seine Macht; als unser Vater zeigte Gott seine Barmherzigkeit. 
Als wir Gottes Feinde waren, standen unsere Herzen wie verteidigte Festungen gegen Gott. Dass Er unsere Hartnäckigkeit erobert, und seine Feinde zu Kindern macht, und seinen Namen und sein Ebenbild auf uns liegt, und uns mit dem Königreich der Herrlichkeit beschenkt, welch ein Wunder der Barmherzigkeit! [...]  
Wenn Gott Vater ist, dann daraus folgere ich, dass alles, das Er seinen Kindern tut, eine Tat der Liebe ist."  
Thomas Watson, Works, 389.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Die Geringste Sünde

"Wer kennt alle Ziele und Wirkungen der Sünde? Damit meine ich das, was sogar die geringste Sünde beabsichtigt, und unvermeidbar auf den Sünder bringen will. Es gibt keine Plage, kein Urteil, kein Leid, tatsächlich überhaupt nichts Böses unter dem Himmel, was die Geringste unserer Übertretungen aus Gottes Hand nicht verdient hat! 
Die geringste Sünde ruft nach allen Bedrängnisse, die es auf der Erde gibt. Sie sollen sofort allesamt auf die Seele und den Leib des Sünders fallen. Das ist offensichtlich so, denn die geringste Sünde verdient die Hölle, welche schlimmer als alle Seuchen hier auf Erde ist. ... Wenn die geringste Sünde das alles verdient hat, was denkst du, haben die ungezählte Häufen deiner Sünden verdient?" 
Bunyan, All Loves Excelling, s. 76. 
Wenn wir nicht darüber nachdenken, werden wir kaum die Liebe Christi begreifen, die uns von allen Ungerechtigkeiten und ihrer Strafe rettet.

Dienstag, 13. Juni 2017

Das Meer Gottes Barmherzigkeit

"Frage: Wird Gott mir ein Vater sein, der ich seinen Namen entweiht habe, und ein großer Sünder bin? 
Antwort: Wenn du jetzt Gott im Gebet suchst, und deine Sünde verlässt, hat Gott die Barmherzigkeit eines Vaters für dich, und wird dich nie und nimmer verwerfen. Als der jüngere verlorene Sohn sich aufmachte und zu seinem Vater ging, "Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn" (Luke 15: 20). 
Obwohl du ein verlorenes Kind warst, und fast alles auf deine Gelüste und Begierden ausgegeben hast, doch wenn du dich von deinen Sünden trennst, und in Buße zu Gott fliehst, sei gewiss, Er hat die Barmherzigkeit eines Vaters. Er wird dich in den Armen seiner Barmherzigkeit begrüßen und umarmen. Er wird deine Vergebung mit einem Kuss versiegeln. 
Frage: Was ist, wenn meine Sünden doch abscheulich waren? 
Antwort: Deine Wunde ist nicht so groß als das Pflaster von Christi Blut. Das Meer bedeckt große Felsen. Das Meer von Gottes Barmherzigkeit kann deine großen Sünden ertrinken. Daher, sei nicht entmutigt; geh zu Gott, werfe dich auf seine väterliche Barmherzigkeit. 
Es gibt ein überragend großer Trost für die, die mit guter Begründung [d.h. durch den Glauben an Jesus Christus] Gott "Vater" nennen können. Es gibt mehr Süßigkeit [und Trost] in diesem Wort "Vater", als wenn uns 10,000 Welten uns gehörten."
Thomas Watson, Works, 390-391. 

Montag, 12. Juni 2017

Was Satan Am Meisten Widerstrebt

"Nichts widerstrebt Satan mehr als die Offenbarung der Liebe Christi in ihrer eigenen und vollen Herrlichkeit und Schönheit; denn er weiß, dass diese Liebe sein Reich zerstört." 
Bunyan, All Loves Excelling, - s.83

Mittwoch, 7. Juni 2017

Wir Suchen Nach Sühne

"Die Suche der Menschheit nach einer Sühne lässt sich nicht auf explizit religiöse Handlungen beschränken. In der religiösen Welt wird Sühne geleistet, um das Gericht der Götter zu besänftigen. In der säkularen Welt wird Sühne geleistet, um das Gericht von anderen zu besänftigen, sei es die Personen, die Gemeinschaften, die Institutionen, oder die Ideologien, vor denen wir uns verantwortlich fühlen. Die Schuld und das Gerichtsurteil für unsere Versagen beziehen sich zwar auf andere Objekte, aber in beiden Welten funktioniert es auf gleicher Weise."  
Paul Zahl, Who Will Deliver Us? The Present Power of the Death of Christ, s. 34

Donnerstag, 25. Mai 2017

Nichts Halbes

"Wir werden bewahrt; müßten wir uns selbst schützen und erhalten, so gingen wir unter. Aber mit dem Ruf, den Gott an die Gemeinde richtet, hat Er ihr seine Gnade gegeben, die nicht wechselt, und nichts halbes will und macht, sondern ihr Werk vollendet. Dadurch, dass sie uns mit unerschöpflichem Vergeben und unermüdlichen Helfen bis zum Ziel führt, erweist sich Gott als treu."
Adolf Schlatter, 1 Thessalonicher, 36.  Er kommentiert die Versen 1 Thess 5: 23-24.

Montag, 22. Mai 2017

Schwierige Freundschaften


"Freundschaft mit Menschen, die anders sind als wir, ist eine großartige Gabe an uns, die uns hilft, in Christus zu wachsen. Wenn wir weniger gemeinsam mit diesen Menschen haben, können wir viel leichter das entdecken, was wir doch gemeinsam haben: Christus. So werden wir mehr über Jesus miteinander reden." - Jamie Dunlop. 
Die schwierigen Freundschaften in der Gemeinde sind eine Gabe Gottes, ein überraschend fruchtbarer Weg in die Reichtümer Jesu Gnade und Fürsorge. Wie könnte diese Wahrheit die Zeit vor und nach dem Gottesdienst prägen? Oder wie häufig und wen wir zum Essen einladen? Hab keine Angst vor Peinlichkeit in dem Miteinander mit Menschen in der Gemeinde; sprich über Jesus. Frag jemanden, "Wie geht's dir geistlich?" und hör' ihm zu.

Samstag, 20. Mai 2017

Wir Sind Das Problem

"Weil wir Gott nicht wirklich kennen, müssen wir … eine Theologie aufbauen, die uns eigentlich ermöglicht, unser Vertrauen in uns selbst zu setzen. Der Sinn von Luthers Schrift “Vom unfreien Willen” ist, dass wir als Sünder durch unseren eigenen Willen dazu gezwungen sind. Die Knechtschaft des Willens kommt nicht davon, dass Gott allmächtig ist, und uns dazu zwingt “gegen unseren Willen” zu handeln. 
Nein, die Knechtschaft des Willens, wovon Luther sprach, war etwas sehr anders. Sie ist etwas, was wir selbst geschaffen haben. Wir wollen einen allmächtigen Gott nicht. Daher sind wir durch unseren eigenen Willen dazu gezwungen, einen Theologie auf unserer eigenen Freiheit aufzubauen. Wir sind das Problem, nicht Gott."
G. Forde, Where God Meets Man: Luther's Down-to-Earth Approach to the Gospel, s. 24.

Freitag, 19. Mai 2017

Wieso Soll Ich Gemeindemitglied Werden?

Etwas bearbeitet Aus einem Seminar von 9Marks

Werde Mitglied einer Gemeinde ... 
1. ... um Nichtchristen zu helfen (1 Kor 5). Es ist einfach zu denken, man sei bekehrt, wenn das doch nicht der Fall ist. Eine Gemeinde wird Nichtchristen (im Gottesdienst und in der Welt) zeigen, wie echte Christen wirklich leben. 

2. ... um schwächeren Christen zu helfen (Eph 4:7-16). Das christliche Leben lässt sich am Besten in der Gemeinde leben. Jesus baut uns als Tempel, Leib, Braut und Haus auf. Diese Bilder setzen eine gemeinsame Verbundenheit voraus. Werde Gemeindemitglied, sodass weniger Leute sich Christen nennen können, ohne Mitglied einer Ortsgemeinde zu sein.

3. ... um stärkeren Christen zu helfen (Joh 13; 1 Joh 1). Das Ziel des christlichen Lebens ist die gemeinsame Liebe zu Gott und zu einander. Um ein stärker Christ zu sein, sowie auch um anderen Christen die Gelegenheit zu geben, andere zu lieben, werde Mitglied einer Ortsgemeinde.

4. ... um Gemeindeleitern zu helfen (Heb 13: 7,17). Gemeindeleiter müssen Rechenschaft vor Gott für ihre Gemeindemitglieder ablegen. Dafür müssen wir wissen, wer zur Gemeinde gehört und wer nicht. 

5. ... um Gottes willen (Apg 20: 28; 1 Pet 2: 9-10). Die Gemeinde existiert zur Ehrlichkeit Gottes. Sie ist Gottes Plan, durch Gott erkauft und erlöst, und für Gott geheiligt. Wer Christ ist, soll also Gottes Anliegen für Gottes Ehre durch die Gemeinde teilen (Eph 3: 10, 20-21).

Einen Anderen Fürsprecher?

"Wozu wollen wir einen anderen Fürsprecher suchen, da wir durch ihn allein Zugang zum Vater haben und da es Gott gefiel, uns seinen Sohn zu geben, dass er unser Fürsprecher wäre, nicht dass wir ihn verlassen sollten, um uns einen anderen zu nehmen, oder vielmehr einen anderen zu suchen und niemals zu finden? Denn als Gott ihn uns gab, wusste er wohl, dass wir Sünder sind."

Mittwoch, 3. Mai 2017

Christi Herz Für Dich

“Deine Sünden erregen sein Mitleid viel mehr als seinen Zorn... Wie das Herz eines Vaters für sein Kind, das eine abscheuliche Krankheit hat, oder wie man ist, wenn ein Teil von eigenem Körper leprakrank wird. Man hasst das Körperteil nicht, denn es ist noch sein Fleisch, sondern man hasst die Krankheit und hat deswegen noch mehr Mitleid mit dem getroffenem Körperteil... Wenn dein Kind krank wird, schmeisst du ihn nicht aus dem Haus. Du weinst mit ihm und kümmerst dich um seine Bedürfnisse. Christus reagiert auf unsere Sünden mit Barmherzigkeit und Mitleid, obwohl Er sie verabscheut."
Thomas Goodwin, The Heart of Christ.

Samstag, 29. April 2017

Genussüchtig

"Paulus gibt Pfarrer Timotheus Anweisung für seine pastoralen Dienste; dabei spricht er von den Witwen in der Gemeinde: “Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und bleibt beständig im Flehen und Gebet Tag und Nacht; 6 eine genusssüchtige jedoch ist lebendig tot.” (1 Tim 5:5-6)  
Der letzte Spruch beißt bei mir ins Herzen. Wortwörtlich liest es: “die Genusssüchtige, lebend, ist gestorben.” Mein “Ich” zu futtern fühlt sich nach Leben an, es ist jedoch Tod. Mein “Ich” zu verleugnen fühlt sich nach Tod an; es ist jedoch Leben. 
Ich bin zwar keine Witwe, aber das ist hilfreich." 
Dane Ortlund

Donnerstag, 27. April 2017

Nichts In Uns

“Es gibt nichts in uns, oder durch uns getan, zu irgendeiner Zeit unserer irdischen Entwicklung, aufgrund dessen Gott uns annehmbar findet. Wir müssen immer um Christi Willen angenommen werden, sonst könnten wir überhaupt nie angenommen werden.  
Das ist nicht nur wahr im Moment, wenn wir zum Glauben kommen. Es bleibt genauso wahr nachdem wir geglaubt haben. Es wird unser ganzes Leben lang weiterhin wahr sein. Unsere Bedürfnis nach Christi hört nicht mit unserem Zum-Glauben-Kommen auf; noch ändert jemals sich das Wesen unserer Beziehung zu Ihm oder zu Gott durch ihn. Egal welche Vorschritte und Leistung in christlichen Gnaden oder in unserem Verhalten wir erreichen, es ist immer auf “sein Blut und seine Gerechtigkeit” allein, dass wir uns ruhen können." 
B.B. Warfield, Perfectionism, s. 113.

Mittwoch, 26. April 2017

Was Das Herz Liebt

"Laut Cranmers* Anthropologie, was das Herz liebt, das wählt der Wille aus, und das rechtfertigt der Verstand. Der Verstand lenkt den Willen nicht. Der Verstand ist tatsächlich dem Willen gefangen, und der Wille wiederum, ist selbst der Liebe des Herzens gefangen. 
Das Problem mit der menschlichen Natur ist, dass wir mit einem Herzen geboren werden, das uns mehr als alles andere in der Welt, auch Gott, liebt. Kurzum, wir sind geborene Sklaven der Lust nach Selbstbefriedigung, [...]. Das ist der Grund, wieso wir, einmal uns selbst überlassen, immer die Dinge lieben werden, die uns gut über uns selbst denken lassen. Auch wenn das uns weiter und weiter von Gott und seinen Wegen entfernt. Daher muss Gott in unser Leben eingreifen, um uns seine Rettung zu bringen."
Ashley Null
*Thomas Cranmer (1489 - 1556) war leitender englische Reformator, der die anglikanische Kirche zutiefst geprägt hat, sowie auch das Allgemein Gebetsbuch geschrieben hat.
Der unterstrichene Satz ist zutiefst biblisch und absolut wesentlich, wenn wir Leute zur echten Veränderung in Jesus helfen, sowie uns selbst besser verstehen, und durch Jesu Gnade verändert sehen wollen.

Dienstag, 25. April 2017

Die Universale Regierung Gottes

"Der grundliegende Gedanke ist die universale Regierung Gottes. Alles, was dir passiert, liegt unter seiner herrschenden Hand. Der zweite Gedanke ist Gottes Gunst zu denen, die ihn lieben. Wenn Er alles regiert, dann kann denen nur Gutes geschehen, denen Gott Gutes tun will. ... Obwohl wir zu schwach sind, uns selbst zu helfen, zu blind, um das zu bitten, was wir brauchen, und nur in unwissenden Sehnsüchte seufzen, ist Er jedoch der Autor in uns von diesen Sehnsüchte ... und Er wird alles so regieren, dass wir nur Gutes von allem ernten, das uns geschieht."
B.B. Warfield, Faith and Life, s. 204.

Das schrieb der Mann, der sich fast 30 Jahre lang um seine kranke Frau kümmern müsste. Die letzten 15 Jahre ihres Lebens soll Benjamin Warfield nie mehr als zwei Stunden von ihr weg gewesen sein, obwohl er einen wichtigen Lehrstuhl für Theologie an Princeton hielt. Seine Wortwahl ist an einer Stelle nicht ganz treffend, auch wenn der Gedanke stimmt. Nicht alles, was uns geschieht, ist "gut". Krebs, Sünde, Tod, z. B., sind keine "guten" Dinge. Jedoch, trifft Warfield den Sinn von Römer 8: 28 genau auf den Kopf, wenn er das danach erklärt, dass wir nur "Gutes" daraus ernten. Gott lässt seine Kinder nie ohne Segen, nicht mal eine Sekunde lang, auch wenn Segen nicht immer wie Segen schmeckt. Dieselbe Überzeugung steht hinter dem Namen für das Kapitel über Gottes Vorsehung und Regierung in der Dogmatik von Hermann Bavinck: "von Gottes väterlicher Fürsorge". 

Montag, 24. April 2017

Achtung Wolf!

Bei The Gospel Coalition Blog hat Joe Carter etwas zum Thema gebrochene Wölfe geschrieben. In der Schrift wird Gottes Volk häufig als "Schafe" bezeichnet, (Joh 10: 3); während Irrlehrer und Feinde des Kreuzes werden "Wölfe" genannt, (Phil 3: 19; Matt 7: 15; Apg 20: 28). 

Wölfe können aber manchmal gut getarnt sein, (Apg 20: 28). Eine Tarnung, die für die Gemeinde gefährlich ist, ist die der Gebrochenheit. Joe geht auf drei Gefahren ein: 

1. Gebrochene Wölfe sind authentisch
2. Gebrochene Wölfe sind jenseits aller Kritik
3. Gebrochene Wölfe sind anziehend

Sein Fazit: "Wie alle Wölfe in der Kirche, führt der Gebrochene Wolf die Schafe in den Tal der Hölle, weg von dem Guten Hirten. Was werden wir also tun? Werden wir es im Kauf nehmen, verachtet zu werden, weil wir "die Verwundbaren angreifen", damit wir die Schafe schützen? Oder bleiben wir still, weil wir zu feige sind, um "Wolf" zu rufen!"

Samstag, 22. April 2017

Mit Jeder Möglichen Freundlichkeit

"Wenn der Hirte das verlorene Schaf wieder findet, denkt er gar nicht daran, es wieder in Zorn abzustoßen, oder es gar einem hungrigen Wolf zu werfen. Stattdessen, richtet sich seine ganze Liebe und Fürsorge darauf, es mit jeder möglichen Freundlichkeit anzulocken. Er geht mit ihm mit der obersten Freundlichkeit um, und nimmt das Lamm auf seinen eigenen Rücken, hebt es auf, und trägt es, bis Er das Tier den ganzen Weg nach Hause bringt."

Martin Luther, Luther’s Works, Bd. 36, s. 290-291

Freitag, 21. April 2017

This Is About That

Ich poste meistens keine englischen Sachen hier auf dem Blog, aber dieses kurze Video ist absolut herrlich, und wenn du Englisch kannst, wirst du es sicherlich genießen! Bei der Ehe geht's um das Evangelium.

Verlassen

"Dort geht der Herr zum Kreuz, ganz müde und matt vom Leiden; seine Seele ist matt und krank in ihm. Da ist keine göttliche Gestalt. So erschöpft ist er, daß er unterwegs ohnmächtig niederfällt. Der Sohn des Allerhöchsten fällt ohnmächtig nieder unter dem Kreuz der Schmach! Sie heften ihn ans Holz. Da ist kein Lobgesang. Er wird mit dem Holze aufgerichtet und da hängt er in Erwartung des Todes. Ihr hört kein Frohlocken der Freude.  
Ein ernster Ausdruck liegt auf seinem Gesicht, als ob unaussprechliche Pein sein Herz zerfleischt - als ob das Leiden in Gethsemane ihn abermals am Kreuze befallen hätte - als ob er im Herzen nochmals spräche: „Vater, ists möglich, so gehe dies Kreuz an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Hört! Er spricht. Wird er nun nicht liebreichere Lieder singen als sie je aus dem Munde eines Märtyrers hervorströmten? Ach nein! Es ist ein furchtbares Ach und Weh, das seinesgleichen nicht mehr hat: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ 
Die Märtyrer sprachen nicht, Gott sei nicht bei ihnen; die treuen Bekenner der Vorzeit riefen nicht also, wenn es zum Sterben ging. Sie jauchzten mitten im Feuer und priesen Gott auf der Folter. Warum? Warum leidet der Heiland also? O, Geliebte, weil ihn der Vater also zerschlug. Jener Sonnenstrahl von Gottes Angesicht, der so manchen sterbenden Heiligen erquickte, war Christus vorenthalten. Das Bewusstsein des göttlichen Wohlgefallens, das manchen heiligen Menschen bewogen hatte, sich freudig dem Kreuze zu vermählen, ward unserem Erlöser nicht zuteil, und darum litt er in dichter Finsternis des Seelenleidens.  
Leset den 22. Psalm und erfahret daraus, was Jesus erduldete. Versenkt euch in die inhaltsschweren Worte des 2., 3., 7. und der folgenden Verse. Die Kirche ruht in den ewigen Armen; aber Christus fand keinen Arm, sondern seines Vaters Hand lag schwer auf ihm. Die gewaltigen Mühlsteine des göttlichen Zornes zermalmten und zerbrachen ihn. Und kein einziger Tropfen Freude oder Trost war ihm vergönnt."
Charles Spurgeon; Christi Tod. (Man kann übrigens bei dieser Seite viele Spurgeon Predigten online auf deutsch lesen. Sehr zu empfehlen!)

Mittwoch, 19. April 2017

Feste Erwartung

"Was kann besser zum Glauben stimmen, als sich getrösten, Gott sei unser gnädiger Vater, da wir Christus als Bruder und Versöhner erkannt haben, als alles Heil und Glück fest von dem zu erwarten, dessen unsagbar große Liebe zu uns so weit gegangen ist, dass Er seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für dahingegeben, (Röm 8: 32), als in sicherer Erwartung des Heils und ewigen Lebens Ruhe zu halten, daran denkend, dass uns Christus vom Vater gegeben ist, in dem solche Güter verborgen sind?"Calvins Lebenswerk in seinen Briefen, s. 37
Gute Theologie bringt wahren Trost.

Gebet Zum Vater

"Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. 17 Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden." Römer 8: 14-17
Gebet ist das wunderbare Privileg des Christen. Es ist die Frucht von Christi Geist, der in uns wohnt. Und es ist das absolute Gegenteil von der Furcht, die uns fern von Gott halten und fesseln will. So sehr will Gott unsere Herzen und Stimmen im Gebet zu ihm als unserem Vater hören, dass Er seinen eigenen Geist in unseren Herzen ausgießt (Römer 5: 5), um uns von seiner Identität (Vater) und uns von unserer Identität (Söhne) zu überzeugen (v. 16). 

Nennst du ihn "Vater"? Sprichst du gerne mit Ihm? Wenn nicht, denk wieder daran, wer zu dir ist, und was Er gemacht hat, damit Er dein Vater sein kann (Römer 8: 1-4).

Montag, 17. April 2017

So Herrscht Er Auch

"Aber unsere Lehre muss über allen Ruhm der Welt erhaben, von keiner Macht übertroffen stehn, weil sie nicht unser ist, sondern des lebendigen Gottes und Christi, den der Vater zum König gemacht hat, dass Er herrsche von einem Meer zum andern von den Flüssen bis an die Enden der Erde. Und so herrscht Er auch, dass Er die ganze Erde mit eisernem Stab und mit der Kraft seines Erzes, mit dem Glanz seines Goldes und Silbers, mit dem Stab seines Mundes schlägt und zerbricht wie irdene Töpfe, wie von der Herrlichkeit seines Reiches geweissagt haben die Propheten (Dan 2: 34ff; Jes 11: 4; Ps. 29)." 
Calvins Lebenswerk in seinen Briefen, s. 37

Sonntag, 16. April 2017

Christ, Der Herr Ist Auferstanden!

1) Christ, der Herr, ist auferstanden,
Halleluja, sagt es laut in allen Landen,
Halleluja. Siegesjubel hoch erschallt.
Halleluja. Erd und Himmel widerhallt.
Halleluja. 
2) Was im Stalle hat begonnen,
Halleluja, ist im Felsengrab gewonnen,
Halleluja. Leben aus der Ewigkeit,
Halleluja, überwindet Tod und Zeit.
Halleluja. 
3) Christus lebt, es sollen leben,
Halleluja, die sich ihm im Glauben geben,
Halleluja, und in seinen Händen ruhn!
Halleluja. Tod, wo ist dein Stachel nun?
Halleluja. 
4) Großer König, dir zum Preise,
Halleluja, machen wir auf viele Weise,
Halleluja, aller Welt mit frohem Mund,
Halleluja, deinen Retternamen kund:
Halleluja! 
Charles Wesley

Samstag, 15. April 2017

Licht Und Schönheit

"Sieh mal, Herr Frodo. Da! Da ist Licht und Schönheit da oben, woran kein Schatten rühren kann." (J.R.R. Tolkien, Herr der Ringe).
So sprach Samwise Gamgee zu Frodo, als sie mitten im Mordor waren. Die hatten kaum Kraft weiterzugehen, als die Wolken kurz öffneten, um ein Stück des Nachthimmels zu offenbaren, wo ein einziger kleiner Stern hell schien. So schauen wir durch die Wolken des Todes auf unseren auferstandenen Herrn Jesus.
"Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, 5 die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit." (1 Petrus 1: 3-5).

Freitag, 14. April 2017

Wer Bist Du?

"Lassen Sie mich Ihnen eine Frage stellen: Mit wem identifizieren Sie sich am meisten bei den Ereignissen jenes finsteren Tages [am Tag von Jesu Verhör]? Welche Handlungen der vielen Zuschauer und Beteiligten in diesen Szenen hätten Ihren eigenen am meisten geähnelt, wenn Sie auch dort gewesen wären? 
Für manche mag es Petrus sein, der in den Stunden vor der Morgendämmerung bitterlich weint, als ihn die schwere Erkenntnis überwältigte, dass er den Herrn verleugnet hatte. Für andere könnte es vielleicht der Passant Simon von Kyrene sein, der gezwungen wurde, Jesu Kreuz für ihn zu tragen. Andere würde sich mit den Frauen identifizieren, die zu den Nachfolgern Jesu gehörten ... 
Manche würden vielleicht Maria wählen, Jesu Mutter, die "bei dem Kreuz Jesu" stand und unvorstellbare Qualen lit (Joh 19: 25). Oder den Junger Johannes, der ebenfalls "dabei" stand und mit dem Jesus vom Kreuz aus sprach (Joh 19: 26). Andere identifizieren sich mit dem reuigen Dieb, der von seinem eigenen Kreuz aus dem Retter zurief, "Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!" (Lukas 23: 42). Oder mit dem Hauptmann, der, nachdem er gesehen hatte, wie Jesus gestorben war, bekannte, "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!" (Mk 15: 39).  
Doch ich will Ihnen sagen, mit wem ich mich am meisten identifiziere. Für mich ist es die aufgebrachte Meute, die schrie, "Kreuzige ihn!". 
Mit diesen Menschen sollten wir uns alle identifizieren. Denn ohne Gottes Gnade würden wir alle dort stehen, und wenn wir etwas anderes denken, bilden wir uns nur etwas auf uns selbst ein. Wenn Sie sich nicht dort in der grölenden Menge sehen, voller Feindseligkeit gegen und voller Hass für das heilige und unschuldige Lamm Gottes, begreifen Sie nicht das Wesen und Tiefe ihrer Sünde oder die Notwendigkeit des Kreuzes."

CJ Mahaney, Das Leben mit dem Kreuz im Zentrum, s. 84-85

Montag, 10. April 2017

Die Liebe Unveränderliche Liebe Christi

"Ihr Lieben, könnt ihr euch vorstellen, wie sehr Christus euch im Himmel lieben wird? Habt ihr je versucht, die endlosen Tiefen der Liebe zu erforschen, in denen ihr dort schwimmen werdet, wenn ihr euch in Meeren der himmlischen Ruhe badet? Habt ihr je über die Liebe nachgedacht, die Christus euch offenbaren wird, wenn Er euch tadellos und makellos vor den Thron seines Vaters präsentiert? 
Nun, denk daran, dass Er euch zu dieser Stunde genauso sehr liebt, als Er euch zu der Zeit lieben wird. Denn Er wird ewig derselbe wie Er heute ist, und Er ist heute, wie Er ewig bleibt. Das Eine weiß ich, wenn Jesus sein Herz an mich gehängt hat, wird Er mich kein Stück besser lieben, wenn dieser Kopf eine Krone trägt, als Er mich jetzt in Sünde, Sorgen und Leid liebt. Ich glaube an die Schrift, die sagt, "Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt." Eine höhere Liebe können wir uns nicht vorstellen. Der Vater liebt seinen Sohn ewiglich, und genauso heute, liebt Jesus dich, der du glaubst. Sein ganzes Herz fließt zu dir. Sein ganzes Leben gibt Er dir, seine ganze Person gibt Er dir. Unmöglich, dass Er dich mehr liebt, Er wird dich nicht weniger lieben."
Spurgeon, The Immutability of Christ.

Donnerstag, 6. April 2017

Schuldig Oder Opfer?

"[Der Autor] beschreibt eine Welt, in der wir noch vom unauslöschbaren Bedürfnis getrieben werden, uns moralisch gerechtfertigt zu wissen. Unser Denken ist immer noch … durch religiöse Kategorien geprägt. 
Und doch haben wir keine klaren Rahmen oder Riten, die uns in unserer Suche nach Güte leiten. Noch schlimmer, Menschen haben noch das Bewusstsein für Sünde und Schuld, doch haben keine Vorstellung davon, dass sie in einem liebenden Universum leben, das durch göttliche Barmherzigkeit, Gnade und Vergebung gekennzeichnet ist. Es gibt Sünde, ohne irgendwelches Rezept für Erlösung.  
Die einzige zuverlässige Art und Weise, sich in dieser Kultur moralisch gerechtfertigt zu wissen, ist, dass man sich die Rolle des Opfers aneignet. Wie [der Autor] es formuliert, “Den Opferstatus zu behaupten, ist die einzige sichere Mittel, die mir noch bleibt, mich von der Schuld freizusprechen und das Gefühl der grundliegenden moralischen Unschuld zu sichern."

Da ist 1 Joh 1:7-2:2 doch endlose frische Luft für uns, die wir in der Selbstgerechtigkeit ersticken. 

Dienstag, 4. April 2017

Das Sollte Dir Passieren!

Das wunderbare an Levitikus, vor allem bei Kapitel 1-7, und natürlich Kapitel 16, ist, dass das Buch dich mit blutigen Händen packt, den Geruch des verbrannt Opferfleisches in deine Nase wedelt, dich zum Altar führt, wo den Tiere die Kehle durch geschnitten werden, bevor sie zerstückelt und verbrannt werden, und dir sagt, "Das sollte dir passieren! Aber Gott sei Dank, Gott fordert die Strafe deiner Sünde nicht von dir! Jemand anders ist für dich gestorben. Du lebst! Du lebst vor Gott und in seiner Gegenwart als Teil seines Volkes! Gnade!"

Montag, 3. April 2017

Ausgegossen

"Wo der Heilige Geist ist, dort wirkt Er. Und wo Er wirkt, dort ist Er. Das Eine ist undenkbar ohne das andere. [Ferner] Hilft es uns an dieser Beschreibung festzuhalten, dass der Heilige Geist in uns "ausgegossen wird". Das lehrt uns, dass der Heilige Geist, der in der Versammlung der Auserwählten innewohnt, weder inaktiv ist, noch ist Er gezwungen, sich von den Personen dort fernzuhalten. Sondern, Er kann nicht unter ihnen kommen, ohne sich selbst in ihnen auszugießen.  
Jetzt, wo Er in den Auserwählten wohnt, schläft Er nicht, Er hält auch keine ewige Sabbatruhe, um seine Zeit in ihren Herzen zu vergeuden. Ganz im Gegenteil ist Er der göttliche Arbeiter und als solcher wirkt Er von innen, um die einzelnen in der Gemeinde zu füllen, indem Er den Ström seines göttlichen Lichts überall ausgießt.  
Dennoch sollten wir uns nicht vorstellen, dass jeder Gläubige sofort mit diesem Licht gefüllt und durchdrungen ist. Ganz im Gegenteil findet der Heilige Geist den Gläubigen mit alle Arten von Boshaftigkeit und Verrat gefüllt. Übertretungen häufen sich in ihm auf. Furchtbare Sünden steigen in ihm empor. Das Bewusstsein seines bitteren, geistlichen Elends belästigt ihn. Darüber hinaus, ist sein Herz durch viele Wände geteilt. Sogar das hellste Licht kann das ganze Herz auf einmal sofort durchleuchten, so bleibt das größte Teil des Herzen zuerst noch in tiefster Dunkelheit.  
Daraus folgt, dass die Aufgabe des Heiligen Geistes nicht zu Ende ist, nachdem der Heilige Geist ins Herzen gekommen ist."
A. Kuyper, The Work of the Holy Spirit, s. 529

Samstag, 1. April 2017

Älter Als Die Welt

"Weil es wirklich Gottes Gnade ist, die sich uns geschenkt hat, so beginnt sie nicht erst an einem bestimmten Tag, nicht erst mit einem auf Erden vollbrachten Ereignis und wird noch weniger durch unser eigenes Wirken hervorgebracht, sondern besteht vor der Gründung der Welt. Denn was Gottes ist, das ist älter als die Welt.“
Adolf Schlatter über Eph 1: 3, Kommentar zum Epheserbrief.
Ht: Stefan Felber

Donnerstag, 30. März 2017

Schläfrig Predigen

Auch als Christen wollen wir häufig das Falsche hören. Das Problem der Galater (Gal 3:1-5) ist nicht geographisch bedingt oder beschränkt. Luther kannte das anscheinend auch: 
"Wenn man vom Artikel der Rechtfertigung predigt, so schläft das Volk und hustet. Wenn man aber anfängt, Historien und Exempel zu sagen, da reckt es beide Ohren auf, ist still und hört fleißig zu."
WA.Tr2, Nr.2408

Die Liebe Selbst

Bis jetzt wanderten [die Gläubigen] im Schatten der Liebe, doch jetzt in Immanuel erschien die Liebe selbst im Fleisch und in der Gestalt eines Menschen. Es war nicht bloß eine Ausstrahlung der Liebe, ihre Wiederspiegelung, Eigenschaft ... sondern die frischen, unwiderstehlichen Wellen der mächtigen Kraft der Liebe, die aus den Tiefen seines göttlichen Herzens kamen. Es war diese Liebe, im Herzen Jesu, die den Himmel herunter auf die Erde brachte, und, durch seine Himmelfahrt, unsere eigene Welt zu den Hallen des ewigen Lichts emporhob. ...  
Die Liebe unter Menschen lebt von gegenseitiger Zuneigung und Anziehung ... Aber hier ist eine Liebe, die nirgendwo [unter den Menschen] etwas anziehendes findet, sondern nur das Abscheuliche. Und darin funkelt die souveräne Freiheit der Liebe Gottes. Gott liebt, weil Er lieben will und wird, und durch seine Liebe rettet das Objekt seiner Liebe.  
Weil diese Liebe ihre größte Spannung auf Golgotha erreichte, ist ihr Zeichen das Kreuz, und es wird immer so bleiben. Denn das Kreuz ist das furchtbarste Offenbarung der menschlichen Feindseligkeit. Dort in krasser Gegenüberstellung scheint die Schönheit und Freundlichkeit der göttlichen Liebe am hellsten. Sie ist eine Liebe, die alles leidet und erträgt. Sie ist eine Liebe, die freiwillig stirbt, und in diesem Tod kündigt die Morgendämmerung einer noch herrlichen Zukunft an.
A. Kuyper, Work of the Holy Spirit, s. 519

Dienstag, 28. März 2017

Eine Heilige Liebe

"Oberflächliche Denker stellen sich die Liebe Gottes nur da, als etwas was Sünden vergibt. Diese Liebe sei zu gut, um Leiden zu tolerieren, zu friedfertig um Krieg zu erlauben. Doch das Wort lehrt, dass die Liebe Gottes eine heilige Liebe ist, die das Böse nicht toleriert. Die, um ihretwegen dem Sünder Leid auferlegt, damit er von seinen falschen Freuden abkehre. Es war genau diese Liebe, die im Garten Eden direkt nach dem Fall in die Sünde sprach, "Ich werde Feindschaft zwischen euch setzen."
A. Kuyper, The Work of the Holy Spirit, s. 515

Montag, 27. März 2017

Das Buch Klagelieder

"Man muss das Buch der Klagelieder letztendlich als Christi Schrei vom Kreuz verstehen." 
Edmund Clowney bei einer Fragerunde. Herrlich. 

Freitag, 24. März 2017

Angst Vor Dem Tod?

Richard Sibbes schreibt hier darüber wie Christus den Tod zu unserem Besten wendet: 
"Es gibt nichts in der Welt, das uns so viel gutes tut, wie der Tod. Tatsächlich ist der Tod der beste Arzt. Er heilt alle Krankheiten der Seele und des Leibes. Es ist sogar der Tod des Todes und die Zerstörung seiner selbst, denn nach dem Tod gibt es kein Tod mehr für uns. Es verzehrt sich selbst. Durch den Tod überwinden wir den Tod, "Wir können nicht mehr sterben" (Römer 6: 9). Wir sind von allem Tod befreit.  
Hat man Angst vor dem Tod, hat man folglich Angst vor dem Leben, Angst sogar vor dem Sieg zu haben. Denn wir werden den Tod erst überwinden, wenn wir sterben. Beherzige diese Überlegungen, sodass du bei deiner Todesstunde vorbereitet bist. ... Gepriesen sei Gott für Jesus Christus, denn Er hat in Ihm sogar den Tod, den allerschlimmsten Feind, süß für uns gemacht."
"Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist Jesus gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, 15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden." (Hebräer 2: 14-15).

Wenn du Sibbes nie gelesen hast, Geborgen In Ihm wird dein Herz sonnig und glücklich machen.

Das Ziel Christlicher Versammlungen

Hier liefert Vaughan Roberts einen hilfreichen Impuls zur Frage: Was ist das Ziel christlicher Versammlungen? 

 

Es gibt viele andere gute Videoaufnahmen von Predigten, Vorträge und Fragerunden hier. Natürlich ist es noch besser aber dabei zu sein, und die gute Lehre wie auch die Gemeinschaft unter Gottes Volk zu genießen! Also komm zu Evangelium21 Konferenz 27-29 April in Hamburg. Es werden tolle Redner dabei sein, und zwar zum wichtigen Thema der Reformation. Hier kann man sich informieren lassen, sowie auch sich anmelden.

Samstag, 18. März 2017

Alles Und Nichts

"Alles, was Gott uns schickt, ist notwendig. Nichts, das Er uns enthält, kann notwendig sein."
John Newton

Donnerstag, 16. März 2017

Er Verachtet Sie Nicht

"Wie ein guter Hirte kennt Christus jeden von seinen Gläubigen. Ihre Namen, ihre Familien, ihre Wohnorte, ihre Umstände, ihre persönliche Biografie, ihre Erfahrungen und ihre Anfechtungen; mit all diesen Dinge kennt sich Jesus perfekt aus. Es gibt nicht mal eine Sache über den niedrigsten von seinen Gläubigen, die ihm unbekannt ist. Die Kinder dieser Welt mögen Christen nicht wirklich kennen, ihre Leben für Töricht halten, doch der Gute Hirte kennt sie in und auswendig. Und - welch ein Wunder! - obwohl Er sie kennt, Er verachtet sie nicht."
J. C. Ryle, Expository Thoughts on John, s. 212-213

Dienstag, 14. März 2017

Wie Ein Guter Hirte

"Wie ein guter Hirte, kümmert sich Christus liebevoll und sorgsam um sein gläubiges Volk. Er sorgt für alle ihre Bedürfnisse in der Wüste dieser Welt, und führt sie auf dem richtigen Weg zur einer bewohnbaren Stadt [Heb 13: 14]. Mit großer Geduld erträgt Er ihre viele Schwächen. Er verwirft sie nicht, weil sie eigensinnig, abwegig, krank, wundgelaufen oder lahm sind. Er schützt und bewahrt sie gegen alle ihre Feinde, wie es Jakob mit der Herde von Laban machte. Am letzten Tag wird es klar zu sehen sein, dass Er keine der Schafe verloren hat, die der Vater ihm gegeben hatte. 
Wie ein guter Hirte legt Christus sein Leben für die Schafe nieder. Er machte es ein für alle Mal, als Er für sie gekreuzigt wurde. Als Er sah, dass nichts sie von der Hölle und vom Teufel retten konnte, als allein sein Blut, gab Er seine Seele als Opfer für ihre Sünden. Den Verdienst jenes Todes bringt Er jetzt dem Vater auf seinem Thron. Die Schafe werden für alle Ewigkeit gerettet, denn der gute Hirte starb für sie. In der Tat ist hier die Liebe, die allen Verstand übersteigt."
J. C. Ryle, Expository Thoughts on John, S. 213 

Samstag, 11. März 2017

Christus Ist Dein Fels

"Glaube Gottes Wort und Kraft mehr als deinen eigenen Gefühle und Erfahrungen. Christus ist dein Fels. Es ist nicht dein Fels, der Ebbe und Flut kennt, sondern dein Meer."
Samuel Rutherford, 
(Zitiert in Sinclair Ferguson, The Christian Life: a Doctrinal Introduction, s.25-26. Das Buch ist echt klasse und sehr günstig von Amazon zu bekommen, wenn man nach einem gebrauchten Exemplar sucht.)

Mittwoch, 8. März 2017

Nicht Einer Davon


"Christus verspricht, dass seine Auserwählten "nie verloren gehen werden". Schwach wie sie sind, sie werden trotzdem alle gerettet werden. Nicht mal einer wird verloren gehen, oder verworfen werden. Nicht einer davon wird es nicht schaffen, in den Himmel zu kommen. Wenn sie irren, wird Er sie zurückbringen. Wenn sie fallen, wird Er sie erheben. Die Feinden ihrer Seele mögen zwar stark und mächtig sein, aber ihr Retter ist mächtiger, und niemand wird sie aus der Hand ihres Retters reißen."
J.C. Ryle über Joh 10:28.
J.C. Ryle, Expository Thoughts on the Gospels, s.245

Montag, 6. März 2017

Das Herz Der Christlichen Anbetung

"Der Wünsch nach wahrer biblischen Anbetung lag am Herzen der Reformation. Doch sogar Martin Luther, der Kirchenlieder schrieb, und von seinen Prediger verlangte, dass sie singen konnten, würde die moderne Beschäftigung mit der Musik im Gottesdienst weder als legitim noch gesund anerkennen. Wieso? Weil die Reformatoren davon überzeugt waren, dass das Herzstück der wahren biblischen Anbetung das Predigen von Gottes Wort ist.   
... Die Musik ist eine der kostbarsten Gaben, die Gott seinem Volk geschenkt hat; sie ist eine Sprache durch die wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten können. Unsere Kirchenlieder bringen einen Reichtum von theologischem Inhalt mit sich, und viele der modernen Anbetungslieder stellen etwas von der Doxologie wieder her, die in vielen evangelikalen Gemeinden früher verloren gegangen war. Doch die Musik ist nicht das Zentrum der christlichen Anbetung, die Evangelisation und die Sakramente sind es übrigens auch nicht. Das Herz der christlichen Anbetung ist das authentische Predigen von Gottes Wort."
Al Mohler wird auf der diesjährigen Evangelium21 Konferenz dabei sein und über die Heilige Schrift predigen. Wenn du dich noch nicht angemeldet hast, dann los geht's! Die Konferenz findet 27-29 April in Hamburg statt und wird eine wunderschöne Sache sein. Eine frühzeitige Anmeldung (ohne Gebühr!) empfiehlt sich, da die Plätze zügig gebucht werden.

Samstag, 4. März 2017

Das Schweigen Christi

"Wenn wir darüber hinaus hören, in welch traurigem, niedrigen Aufzug Christus vor Pilatus stand, dürfen wir daraus das Vertrauen schöpfen, dass wir, gestützt von seiner Fürsprache, fröhlich und getrost vor das Angesicht Gottes treten können. ... Als nämlich die Hohenpriester von allen Seiten auf Christus eindrangen, verstummte Er, um durch sein Stillschweigen uns den Mund zu öffnen. Denn daher stammt jene herrliche Möglichkeit, die Paulus so rühmt (Röm 8: 15), dass wir aus vollem Herzen "Abba, lieber Vater", sagen dürfen. ...  
Damit wir das Schweigen Christi nicht wie Pilatus töricht finden, und uns darüber wundern, müssen wir Gottes plan achten; der hatte seinen Sohn zum Sühnopfer für unsere Sünden verordnet, obwohl Er an sich unschuldig war, und wollte ihn doch an unserer Stelle als schuldig verurteilen lassen. Christus schwieg also damals, damit Er jetzt unser Anwalt sein, und uns durch seine Fürsprache von unserer Schuld frei machen kann. Er schwieg, damit wir uns rühmen können, durch seine Gnade gerecht zu sein."
Calvin, Evangelien Harmonie, Bd 2. s. 365-366.

Freitag, 3. März 2017

Bigotterie Soll Absterben

"Wenn ich sehe, wie Menschen, nachdem sie liebenden, weisen homosexuellen Menschen kennen gelernt haben, ihre alten Ansichten verwerfen, dass die Homosexualität sündig ist, glaube ich eher schon, dass ihre frühere Meinung fehlerhaft und unvollkommen war. Tatsächlich müssen diese Ansichten eigentlich ein Ausdruck der Diskriminierung und der Bigotterie gewesen sein. Sie können nicht auf theologischen oder ethischen Prinzipien, oder auf einem Verständnis der orthodoxen biblischen Lehre gegründet gewesen sein. 
Stattdessen müssen diese früheren Ansichten auf einem Stereotyp von homosexuellen Menschen als schlimmere Sünder als andere Menschen gegründet gewesen sein, und das ist selbst eine sehr oberflächliche und falsche Theologie der Sünde. Deswegen freue ich mich, dass diese Bigotterie abstirbt. Jedoch die Realität der Diskriminierung und Bigotterie kann selbst nicht beweisen, dass die Bibel die ausgelebte Homosexualität nie verbietet. Um das festzustellen, müssen wir den biblischen Text anschauen. ... "