Samstag, 16. Dezember 2017

Für Die Ungläubigsten Beten

"Lasst uns all unsre Lieben im Gebet beharrlich vor Gott bringen. Lasst uns für alle beten – für die Schlimmsten, die Verhärtetsten und die Ungläubigsten. 
Lasst uns Jahr um Jahr daran festhalten, für sie zu beten, ihrem anhaltenden Unglauben zum Trotz. Gottes Zeit des Erbarmens mag in großer Ferne liegen. Es kann sein, dass wir die Antwort auf unsere Fürbitten nie mit eigenen Augen sehen werden. Die Antwort kann zehn, fünfzehn oder gar zwanzig Jahre ausbleiben.  
Es kann sein, dass sie erst dann erfolgt, wenn wir selbst schon fern von dieser Welt das Gebet vertauscht haben gegen Gotteslob. Doch lasst uns, solange wir leben, für andere beten. Die größte Freundlichkeit, die wir einem anderen erweisen können, ist für ihn bei unsrem Herrn Jesus Christus Fürsprache zu halten.  
Der Tag des Gerichts wird zeigen, dass zu den stärksten Bindegliedern, durch die einige Seelen zu Gott gezogen werden konnten, das Fürbittengebet von Freunden gehörte."
J C Ryle, Practical Religion, s. 116-117

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ungezähmt

"Wenn man Jungs und Männer nur lehrt, "Krieger" oder "ungezähmt" zu sein, werden sie nie lernen Sanftmut, Mitgefühl, Geduld, Demut, Güte und vor allem Selbstbeherrschung zu schätzen. Man muss Jungs lehren, dass echte Männer über sich selbst herrschen, nicht über Frauen."

Dazu schreibt Matt Merker:
"Vergleiche dazu die treffende Einsicht von Richard Philips, dass Gott Adam in den Garten und *nicht* in der Wüste gesetzt hat, mit dem bewussten Ziel Adam als Priester-König einzusetzen, und zwar im Kontext der Bundesbeziehungen, die Opferliebe fordern."

Montag, 11. Dezember 2017

Gott Begegnen

"In diesem Dienst, welcher wesentlich eine öffentliche Verkündigung von Christus gegründet in der Schrift, wirkt vor allem anderen der dreieinige Gott. Durch diesen Dienst im Neuen Bund, welcher in vielerlei Hinsicht parallel zu den prophetischen Dienste von Mose und Jesaja ist, offenbart sich die Herrlichkeit Gottes und sowohl der Prediger als auch der Hörer Gott begegnen."
Jonathan Griffiths, Preaching in the New Testament, s. 94

Samstag, 9. Dezember 2017

Eine Woche Weiter

"Einfach gesehen, will man durch die Predigt den Zuhörern helfen, eine Woche weiter als Christen zu leben."
Paul Levy

Freitag, 8. Dezember 2017

Ein Gott, Der Redet

Mein neues Lieblingslied:

Mehr zum neuen Emu Album hier.

Erlöst CD

Emu Music bringt ihre erste deutsche CD raus. Ich kann sie sehr empfehlen! 3L schreibt dazu: 
"Unermessliche Gnade, das rettende Kreuz, Gottes mächtiges Wort, Jesu herrliche Wiederkunft, überschwängliche Liebe, sichere Hoffnung und dankbare Hingabe – das sind einige der wundervollen Wahrheiten, die auf dem Album Erlöst musikalisch gefeiert werden. Das erste deutschsprachige Album von Emu Music bietet neben einer Mischung aus einigen der beliebtesten Emu-Lieder moderne Melodien zu den zeitlosen Texten alter Kirchenlieder, sowie ganz neue Stücke von jungen deutschen Liedermachern. Eine Bereicherung für jede Gemeinde! 
Emu Music wurde 2001 in Australien gegründet und arbeitet mittlerweile weltweit, um Gemeinden moderne Lieder zur Verfügung zu stellen, die sich mit Gottes Wort beschäftigen, den Blick auf Christus lenken und beim gemeinsamen Singen die persönliche Beziehung zu Gott und zueinander stärken. (Kolosser 3,16-17). Hören Sie hier vorab einige Hörproben: www.emumusic.com/erloest" 
Die Lyric Videos dazu findet man schon auf Youtube.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Was Ist Die Predigt?

"Wir fragen uns, ob ein Teil des Vertrauensverlustes in Gottes Wort letztendlich davon kommt, dass man das Wesen und die Rolle der Predigt theologisch falsch versteht. Vielleicht sieht das Missverständnis so aus: Wenn die Predigt lediglich eine - von vielen - Option ist, neues Wissen über Gott und die Bibel anzueignen, denn gibt es unzählige Optionen dafür. Man könnte Bücher lesen, Filmen schauen, Podcasts anhören, oder gute Gespräche mit anderen Christen haben. Oder wenn die Predigt nur die öffentliche Meditation eines Mannes über geistliche Wahrheiten ist, dann gibt es wieder unzählige Optionen dafür. Wieso nicht, zum Beispiel, zusammen in einem Gespräch über Gottes Wahrheit meditieren. 
Doch, wenn die Predigt wirklich die Verkündigung von Gottes Wort ist, das Leben spendet und ex-nihilo schafft, das erhöht den Einsatz um einiges. Es ist also nicht länger eine Frage der Beliebtheit, - "Was gefällt mir? Was gefällt dir?" - ob wir predigen oder nicht. Es ist buchstäblich eine Sache auf Leben und Tod. Die Bibel misst der Predigt genau diese Art von Macht und Autorität zu. Es ist das gepredigte Wort, so scheint es zu sein, das der Heilige Geist auf einzigartige Weise gebraucht, um Leben zu spenden und Glauben in der Seele zu entzünden."
Dever & Gilbert, Preach, s. 30-31

Dienstag, 5. Dezember 2017

Der Löwe Brüllt

"Der schottische König James VI war bekanntermaßen unhöflich im Gottesdienst. Als der Prediger, Robert Bruce, einmal seine Predigt begann, fing James an, mit seinen Sitznachbarn zu reden. Der Pastor hielt inne, und der König schwieg. Der Pastor fing wieder an, so auch James. Der Pastor hielt ein zweites Mal mit demselben Ergebnis inne. Als James zum dritten Mal anfing zu reden, sprach der Pastor den König direkt an. "Es soll der Spruch von den weisesten Königen gewesen sein, 'Wenn der Löwe brüllt, schweigen alle andere Tiere.' Der Löwe aus dem Stamm Juda brüllt jetzt in der Stimme seines Evangeliums, und alle kleine Könige der Erde haben jetzt zu schweigen.""
Ht:  Christchurch Charleston

Montag, 4. Dezember 2017

Nur Ein Gott Spricht

"Der Gott der Bibel ist absolut einzigartig, Er allein ist würdig verehrt zu werden. Einer der größten Beweise dafür ist die Tatsache, dass Gott spricht
Wir Christen tendieren dazu, das als selbstverständlich heute zu sehen. Es ist doch keine große Sache, wenn wir bekennen, dass Gott spricht, denn wir haben uns daran gewöhnt. "Natürlich spricht Gott!" sagen wir. "Was für einen Gott wäre Er, wenn Er nicht sprechen könnte?" ... Es war nicht immer so. Für die Israeliten war es nicht so selbstverständlich, dass ihr Gott mit denen spricht, wirklich redet und kommuniziert. Es gab viele "Götter" in der Antiken Nahen Osten. Jeder Stamm und jede Nation um Israel herum hatte ihre eigenen Götter und Religionen. Jeder glaubte, dass seine Götter echt waren, dass sie handelten. Aber eins machten diese Götter nicht; sie sprachen nicht. Niemals. Nur ein Gott sprach, und das war Jahweh; der Gott Israels."
Dever & Gilbert, Preach, s. 13 
 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Ewig Treu

Gab es je den Tag, wo du zu Jesus sagen konntest, "Meister, du hast mich verraten"?
Spurgeon, A Faithful Friend. 
nein. 

Samstag, 2. Dezember 2017

Nach Dem Himmel Verlangen

"Es gibt Zeiten, da auch ich glaube, dass wir gar nicht nach dem Himmel verlangen. Noch häufiger aber frage ich mich, ob wir im innersten unseres Herzens- jemals nach etwas anderem verlangt haben. Es ist die geheime Signatur jeder Seele, das unmittelbare und unstillbare Verlangen; das, wonach wir uns sehnten, ehe wir unserer Frau begegnet waren, noch ehe wir einen Freund gewannen und ehe wir unseren Beruf wählten; das wonach wir noch auf unserem Sterbelager verlangen werden, wenn die Seele nichts mehr weiß von Frau, Freunde und Arbeit."
C. S. Lewis, Über den Schmerz, s. 142-143.

Donnerstag, 23. November 2017

Es Ist Gut Für Mich

In Psalm 119: 71 lesen wir: "Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt [bedrängt, heimgesucht] wurde, damit ich deine Anweisungen lerne." Dazu schreibt Christopher Ash in seinem ausgezeichneten Andachtskommentar: 
"Hier haben wir eine tiefe Wahrheit. Kein Mensch wird seine Bibel lieben, bis Gott ihn heimsucht. Vielleicht wird sie ihn interessieren. Oder vielleicht spricht sie ihn intellektuell, kulturell, oder ästhetisch an. Doch er wird sich nicht an dem Wort mehr freuen, als an allen Schätzen dieser Welt, bis er heimgesucht worden ist, bis er die Zerbrechlichkeit von dieser Welt, dieser Zeit und diesem sterblichen Körper gespürt hat.  
Doch wenn das passiert, wird er sich an dem Wort festhalten, als seine einzige Verbindung mit der Ewigkeit. Wie ein fallender Bergsteiger an seinem Seil festhält, so weiß er, dass allein das Wort Gottes ihn sicher hält."
Christopher Ash, Bible Delight, s. 101. 


Montag, 20. November 2017

Was Die Engeln Flüstern Werden

"Glaubst du deinem Glauben?" fragte er; "Glaubst du dem, was ich dir sage? Glaubst du, der Tag tatsächlich kommt, wann du vor dem Thron Gottes stehst, und alle Engeln zueinander flüstern werden, "Wie Christusähnlich er ist"? Das kann man schwer glauben. Und doch daran nicht zu glauben wäre Gotteslästerung. Denn genau das, und nichts weniger, verspricht uns Christus."
A.J. Gossip, From the Edge of the Crowd, s. 12, zitiert in R. Kent Hughes, Preaching the Word, 2 Corinthians, s. 80.

"Jesus verwandelt uns durch seinen Geist von Herrlichkeit zu Herrlichkeit" - 2 Kor 3: 18. 

Freitag, 17. November 2017

Zeit Sich Zu Versöhnen



Penny hat recht. Wir leben im Streit, und es bringt uns allmählich um. Wir wollen Versöhnung, doch so nah sie auch sein mag, sie scheint uns weit entfernt zu sein. Doch alles endet nicht immer so glücklich wie im Video. Man macht sich doch nicht auf dem Weg, oder die Tür wird einem ins Gesicht geknallt. Wie kann Versöhnung gelingen? Und wieso ist Versöhnung ausgerechnet am Weihnachten so wichtig? 

Die Antwort liegt in Jesus Christus. Ohne Ihn ist Versöhnung zwischen uns Menschen, und noch wichtiger, zwischen uns und Gott schlicht unmöglich. Doch am Weihnachten feiern wir die Geburt von Gottes Sohn, Jesus. Er wurde Mensch, um uns mit Gott und einander zu versöhnen, weil wir es nicht können. Jesus ist den langen Weg gegangen, und hat selbst den Beziehungstod erlitten, den wir verdienen. Er versöhnt uns mit Gott, und mit allen anderen, die an ihn glauben. Christi Gemeinde besteht aus Menschen, die Jesus mit Gott und einander versöhnt hat. Zeit sich zu versöhnen; Zeit für Jesus. Beten wir, dass die Wahrheit in Pennys Video viele Menschen zu dem Versöhner führt. 

"Denn Er [Jesus] ist unser Friede," - Epheser 2: 14. 

Seine Hände und Werkzeuge

"Man sagt, dass die Diener gesandt werden, um die Blinden zu erleuchten, Gefangene zu befreien, Sünden zu vergeben und Herzen zu bekehren. 
Was!? Solche Dinge gehören Gott allein... Denn nichts steht ihm mehr zu, als Sünden zu vergeben; für sich selbst behält Er die Kraft das Herz zu bekehren. Nun, nichtsdestotrotz, ist es der Fall, dass Gott jenen alle diese Qualifikationen schenkt, die Er als Verkündiger seines Wortes beruft. Er sagt denen, dass Er sich von denen nicht trennt, sondern sie als seine Hände und Werkzeuge gebraucht." 
Calvin, Calvin Opera, 26: 66-67

Donnerstag, 16. November 2017

Etwas Für Alle Ewigkeit

Wie viele andere, schulde ich William Still (Pastor in Schottland im 20 Jahrhundert) unberechenbar viel, denn er hat sich in mir investiert, und zwar von unserer ersten Begegnung in meiner Jugendzeit bis hin zu seinem Tod in 1997. Wenn ich an ihn jetzt denke, fallen mir bestimmte Gespräche wieder ein. Ein Gespräch vor allem bleibt mir in Erinnerung; es ging um die Arbeit eines Pastors. William sagte mir ganz leise, 
"Ich predige mittlerweile nicht mehr ohne zu glauben, dass etwas getan wird, das für alle Ewigkeit dauern wird." 
... Diese Worte begleiten mich jetzt vierzig Jahre lang, sie erinnern mich ständig an den Spruch von Robert Murray M'Cheyne, dass es nicht "viele Worte" sind, sondern "im Glauben gesprochene Worte", die Gott segnet. 
Sinclair Ferguson, in William Still, The Work of the Pastor, s. 9.

Dienstag, 14. November 2017

Zum Staunen Hinreißen

"Die Liebe Gottes, dass er seines eigenen Sohnes nicht schonte, um uns durch seinen Tod wieder zum Leben zu bringen, ist nicht nur unermesslich, nein, sie ist eine mehr als wunderbare Güte, die uns zum Staunen und Bewundern hinreißen muss. Christus ist also ein so herrlicher und einzigartiger Beweis der göttlichen Liebe zu uns, dass er uns, so oft wir ihn anschauen, diese Lehre, dass Gott Liebe ist, vollauf bekräftigt.
Dass der Apostel ihn den „eingeborenen“ Sohn nennt, dient zur Verstärkung. Dadurch zeigt Gott noch klarer, wie einzig er uns liebt, dass er seinen einzigen Sohn um unsertwillen dem Tode preisgab. Indessen, der von Natur der einzige Sohn ist, macht viele aus Gnade und durch Annahme an Kindesstatt zu Kindern, nämlich alle, die er durch den Glauben seinem Leibe einfügt."
Calvin, Kommentar über den ersten Johannesbrief, 4: 9.

Freitag, 10. November 2017

Nie Unfruchtbar

"Echte Gnade ist nicht untätig. Es gibt in der Tat nichts im Himmel und auf der Erde, das ein aktiveres Wesen hat, denn sie ist das Leben selbst. Und sie ist die aktivste Form des Lebens, denn sie ist geistliches und göttliches Leben. Sie kann nie unfruchtbar sein, denn ihr Wesen hat eine größere Neigung dazu, Frucht zu bringen, als alles anderes."
Jonathan Edwards, Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?, s. 222. Das ist ein blöder Titel für ein sehr hilfreiches Buch über die Rolle der Gefühle und Emotionen in wahrer Religion. Edwards zitiert als biblischen Befund für seine Behauptung u.a.: Eph 2: 10; Tit 2: 14; 2 Kor 5: 15; Heb 9: 14; Kol 1: 21-22; 1 Pet 1: 18; Luk 1: 74-75; 2 Mose 4: 23; Joh 15: 16; Eph 1: 4.

Samstag, 4. November 2017

Das Zentrale Problem

"Das zentrale Problem unserer Zeit besteht darin, daß die Kirche des Herrn Jesus Christus - und das gilt für einzelne Christen genauso wie für ganze Gemeinden - geneigt ist, das Werk des Herrn eher aus der Kraft des Fleisches, als aus der Kraft des Geistes zu tun." 
Francis Schaeffer

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Nein, Die Schrift Lebt!

Bei einem Streitgespräch zwischen englischen Bischof Step Stephen Gardiner und dem Reformator und Bibelübersetzer John Rogers, circa 1555. 
"Gardiner: “Nein, du kannst nichts durch die Schrift beweisen. Die Schrift ist tot. Sie braucht einen lebendigen Ausleger.” 
Rogers: “Nein, die Schrift lebt!”"
A.G. Dickens, The English Reformation, s.188

Rogers war der erste englische Martyr unter Königin Mary in 1555. Er wurde verbrannt, weil er die Bibel ins Englische übersetzt hatte.

Wie Wenn Er Mit Uns Leiden Würde

"Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen." Hebräer 2: 17
"Nicht als ob der Sohn Gottes nötig gehabt hätte, eine Schulung durchzumachen, um das Gefühl des Erbarmens auszubilden; aber wir konnten von seiner Milde und seiner Geneigtheit, uns zu helfen, nur dadurch überzeugt werden, [wenn Jesus] in unsern Mühsalen geübt wurde. 
Denn auf uns ist hierin, wie in allem andern, Rücksicht genommen. So oft uns daher Übel irgendwelcher Art drücken, mögen wir uns gleich darauf besinnen, dass nichts uns begegnet, was nicht auch der Sohn Gottes an sich erfahren hätte. Und zweifeln wir nicht, dass er bei uns ist, wie wenn er mit uns leiden würde!"
Johannes Calvin, Hebräerbrief Kommentar.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Alle Gefahren Verachten

"Siehe, hier bin ich, und die Kinder, welche Gott mir gegeben hat." Hebräer 2: 8
"Welche mir Gott gegeben hat." [Hebräer 2: 8] Das ist der vornehmste Grund zum Gehorsam: Gott hat uns als die Seinen angenommen. Nur die führt Christus zum Vater, die ihm vom Vater gegeben sind. Wir wissen aber, dass dieses „Geben“ an der ewigen Erwählung hängt: welche der Vater zum Leben bestimmt hat, die übergibt er seinem Sohn in Schutz und Gewahrsam (Joh. 6, 37).
Wenn wir uns also Gott unterwerfen zum Glaubensgehorsam, so lasst uns bedenken, dass wir das ganz nur seinem Erbarmen verdanken, weil ohne dieses wir ihm niemals zugeführt würden durch Christi Hand. Überdies zieht unsere Zuversicht aus dieser Lehre kräftige Nahrung. Denn wer könnte unter Christi Hut und Obsorge ängstlich tun; wer könnte unter einem solchen Schirmherren nicht kühnlich alle Gefahren verachten? Mit diesem „Ich und die Kinder“ erfüllt Christus seine anderwärtige Verheißung, er werde nicht dulden, dass einer von denen, die er vom Vater erhalten hat, umkomme (Joh. 10, 28)."
Johannes Calvin, Hebräerbrief Kommentar, über Hebräer 2: 8.

Montag, 23. Oktober 2017

Glücklich Der Mensch!

"Neben dem Gebet ist nichts so wichtig für die praktische Religion wie das Lesen der Bibel. Wenn wir die Bibel lesen, lernen wir, was wir glauben sollen; was wir sein und tun sollen; wie man gut getröstet lebt, und wie man im Frieden stirbt.  
Glücklich der Mensch, der eine Bibel besitzt! Noch glücklicher ist der, der die liest. Am glücklichsten überall ist der, der die Bibel nicht nur liest sondern ihr auch gehorcht, und sie zum Maßstab seines Glaubens und Lebens macht." 
J.C. Ryle, Practical Religion, s. 97

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Nicht Vergeblich Warten

"Obwohl unsere Sünden tiefgefärbt gewesen sind, scharlach und blutrot, riesig wie die Berge, unzählbar wie der Sand, das Ergebnis ist, dass die Sünde voll und viel geworden ist. Doch da wo die Sünde gewachsen ist, ist die Gnade viel mehr überströmend geworden. 
... Ich weiß, dass der Herr den Schlüssel des Trostes in seinen Händen behält, immerhin hat Er uns befohlen, dass wir versuchen sollen, einander zu trösten. Ich würde mich freuen, wenn Er mich als Werkzeug gebraucht, um dir Trost zu bringen. 
Ich hoffe bald von dir zu hören, dass du mir dann sagen wirst, dass Er dich zur Freude deiner Erlösung wiederhergestellt hat. Doch wenn das noch nicht geschieht, warte auf ihn, und du wirst nicht vergeblich warten."
–John Newton, Letters of John Newton, s. 288.

Mit Diesem Brüderlichen Namen

"Daher, wenn wir hören, dass Christus uns seine “Brüder” nennt, lass uns daran denken, dass Er uns sozusagen mit dieser Ehre bekleidet hat, sodass wir mit alle mit diesem brüderlichen Namen das ewige Leben und jeden himmlischen Segen ergreifen."
Calvin, über Hebräer 2: 11

Freitag, 6. Oktober 2017

Joseph Zeigt Uns Christus

Missionar Jim Elliot beschreibt die Früchte seiner Zeit in der Bibel an 4.2.1948:
"Ich kann nichts anderes heute als Christus in Joseph sehen.Er ist der junge Man, dreißig Jahre alt (1 Mose 41: 46); ein hebräischer Diener (v.12), der lange Zeit vergessen wurde, und durch ihn allein hat das Leben eine sinnvolle Bedeutung. Er rühmt sich nicht seiner Weisheit (v. 16), genau wie Christus sagte, dass Er nicht seine eigene Worte sprach, sondern die, die sein Vater ihm gab. Keiner der weisen Wirtschaftler des Pharaos konnten ihm eine “friedliche Antwort” geben, so auch heute kann nur der vergessene Hebräer den Nationen die wahre Lösung für ihre bedrückende Ängste geben.  
Wohl sollen die Könige fragen, “Können wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes ist?” (v. 38). … “Außer mir könnt ihr nichts tun” sagt der Retter, (Joh 15: 5). “Außer dir wird keiner Hand oder Fuß im ganzen Ägypten heben” sagt der Pharao zu Joseph (v. 44). Und die Frucht, die Gott Joseph gibt, reicht damit er seine Anstrengungen und das Haus seines Vaters vergisst. So sieht Christus die Anstrengungen seiner Seele (Jesaja 53), und ist zufrieden. Er vergisst die Schande von Golgotha wegen der Herrlichkeit, die ihm in seinem Volk gegeben wird. Nur mein himmlischer Joseph kann alle Lagerhäuser Gottes Reichtümer öffnen; jeder muss zu ihm gehen, um gesegnet zu werden."
Journals of Jim Elliot, s. 21. 

Das ist streng genommen, nicht der Sinn des Kapitels. Jedoch, wenn Matthäus das Leben Israels als ein Typos von Jesu Leben sah (Matt 2:11-12), dann gilt wohl auch, dass die Personen, wovon wir im AT lesen, auch auf ihre Art und Weise auf Jesus hinweisen. 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Verkündigung Als Zentrum

"Es hat mich einst besorgt, dass ich mich an nur wenige Predigten erinnern konnte, die ich gehört hatte. Jetzt besorgt es mich, dass ich mich an nur wenige Predigten erinnern kann, die ich predige. Immerhin, ich kann mich an keine Details von den Lateinunterrichten erinnern, die ich in der Schule hatte. Ich kann jedoch immer noch ein Buch auf Latein aufgreifen, und es fließend lesen.  
Vielleicht haben wir die Details von individuellen Unterrichten längst vergessen, aber unser Verstand wird durch das verwandelt, was wir gelernt haben. Durch das Lateinstudium wurde ich verwandelt, ich sehe Latein nicht mehr als ein unbezwingbares Rätsel, sondern ich freue über den Schreibstil Ciceros.  
Ich glaube, die Wirkung der Predigt ist ähnlich. Es geht nicht darum, dass wir uns an alle Details erinnern kann, und sie fehlerfrei wieder nennen können. Sondern, die Wirkung kommt langsam aber sicher indem wir Woche für Woche und Jahr für Jahr unter dem Wort sitzen. So reifen wir als Christen. Gott gebraucht diese Gnadenmittel [d.h.: dieses Werkzeug in seiner Gnade], um uns zu Gefäße seiner Gnade zu machen.  
Deswegen muss eine wahre evangelische Theologie der Gnade die klare, unzweideutige machtvolle Verkündigung von Gottes Wort als Zentrum haben."
Carl Trueman, Grace Alone, s. 193.

Freitag, 29. September 2017

Alle Gute Gaben

Hermann Bavinck besteht darauf, dass 
"... alle Produkte und Früchte von Kultur, Ehe, Familie, Staat, usw. sind gute und perfekte Gaben, die vom Vater des Lichts kommen. Sie werden uns von Gott gegeben, der in seiner allgemeinen Güte lässt seine Sonne auf die Ungerechten und die Gerechten scheinen, seinen Regen auf sie fallen, der das Menschenherz mit Essen und Fröhlichkeit zufriedenstellt."
Zitiert in John Bolts, Bavinck on the Christian Life, s. 47.

Bolt fügt hinzu, "Christen, die Gott dadurch dienen, indem sie seine Gaben verwalten, sei es Zuhause, in der Bildung, in der Medizin, im Rechtssystem, in der Wirtschaft oder in der Regierung, usw. handeln als verantwortungsvolle christliche Jünger.

Auf dieser von Gott geschaffenen Erde, verherrlichen wir Gott nicht nur durch Evangelisation, sondern auch wenn wir die Erde und ihre Produkte durch unsere Kreativität treu verwalten.

Dienstag, 26. September 2017

Nicht Zum Eigenen Gebrauch

"Jetzt müssen wir zusehen, wie denn jene Güter, die der Vater seinem eingeborenen Sohn anvertraut hat, zu uns kommen; denn Er hat sie ihm ja nicht zum eigenen Gebrauch gegeben, sondern Jesus soll damit die Bedürftigen und Armen reich machen. Da muss man zunächst festhalten: solange Christus außer uns bleibt und wir von ihm getrennt sind, ist alles, was Er zum Heil der Menschheit gelitten und getan hat, für uns ohne Nutzen und gar ohne jeden Belang. Soll Er uns also zuteil werden lasse, was Er vom Vater empfangen hat, so muss Er unser Eigentum werden und in uns Wohnung nehmen."
Calvin, Institutio, II.1.1.

Montag, 25. September 2017

Himmlisch Gesinnt

Wieso sollen wir über die Dinge der Ewigkeit und des Himmels nachsinnen? Sicherlich weil Gott das befiehlt, (Kol 3:1-2). Seine Befehle sind immer gut für uns, und so stellt die Frage, wieso befiehlt Gott seinen Kindern, dass sie über die Ewigkeit nachdenken sollen? 

Richard Sibbes liefert eine atemberaubende Antwort:
"Wenn Gott es [d.h.: irgendeinen Segen] im Himmel hat, holt es der Glaube auf die Erde runter, um die Süße davon hier zu genießen."
(Works iv, s. 128.)

Es gibt eine ewige Welt voller Segen für uns, die wir noch nicht in den Händen haben, doch wenn wir darüber nachdenken, können wir schon jetzt von unseren zukünftigen Segen profitieren. 

Mittwoch, 20. September 2017

Christi Liebe Als Characterzentrum

"Es ist Liebe wie die Liebe Christi, "die herzliche Liebe Jesu Christi” (Philipper 1: 8) . Sicherlich bedeutet das, dass Paulus Jesu Liebe als das Muster für seine eigene Liebe nimmt. Doch dieser Spruch verlangt mehr als Nachahmung. Paulus sagt damit, dass er eine solche Tiefe in der Einheit mit Christus erlangt hat, dass ihre Herzen wie eins schlagen. Ja noch mehr, dass das große Herz Christi Paulus erobert hat. Christi Liebe ist das Zentrum vom Charakter von Paulus geworden. 
Bei Philippi hat die Liebe sich als das Wesen der neuen Natur eines Gläubigen gezeigt. Sobald als Lydia bekehrt wurde, hat sie Paulus und sein Team zu sich nach Hause eingeladen. Sobald als der Gefängniswärter bekehrt wurde, hat er, der vorhin Paulus eingekerkert hatte, die Wunden von Paulus gebadet (Apg 16: 15, 24, 33). Als die Feindschaft der Philipper gewachsen ist, hat die Gemeinde sich jedoch mit dem verfolgten Apostel identifiziert (Philipper 1: 5-7) und ihm mehrmals Hilfe zugesandt (Philipper 4: 16). Liebe war ihre neue Natur in Christus.”
Alec Motyer, The Bible Speaks Today, Philippians, s. 54-55.

Montag, 18. September 2017

Gottes Liebe Zu Uns

"Wir dürfen mit gutem Trost an Gott denken, wenn wir ihn als besänftigt in Christus sehen. So lange der Vater Christus liebt, kann Er uns doch nur lieben. ... Welchen Trost haben wir, dass wir zu Gott im Namen Christi gehen dürfen, und seine Verheißungen mutig beansprechen dürfen, denn Er liebt uns mit derselben Liebe womit Er seinen einzigartigen geliebten Sohn liebt. Sind wir in Christus, kann Gott seine Liebe zu uns nur dann verändern, wenn Er seine Liebe zu Jesus verändert. Seine Liebe ist genauso unabänderlich zu jedem Glied des Leibes, wie sie zum Haupt Jesus Christus ist." 
Sibbes, Yea and Amen, Works, Bd. 4, s. 120.

Freitag, 15. September 2017

Durch Seinen Anblick Allein

"So häufig also wie Verzögerung und Warten Müdigkeit in uns schafft, wenn Gott scheint sich gar nicht mehr um uns zu kümmern, lasst uns zu Christus fliegen, denn […] seine Auferstehung ist ein Spiegelbild unseres Lebens. Denn darin sehen wir, wie Gott sein Volk normalerweise behandelt. Der Vater hat Christus nicht sofort zum Leben wiedergebracht, als Christus vom Kreuz heruntergebracht wurde, sondern Christus lag im Grab, und zwar bis zum dritten Tag. Wenn Gott also beabsichtigt, uns eine Weile unter etwas schmachten zu lassen, lasst uns wissen, dass wir an Christus unserem Haupt vereinigt sind, und daher gute Gründe für unsere Zuversicht sammeln. […] Hier sollen die Gläubigen Hoffnung bekommen, obwohl Gott seine Hand nicht sofort nach denen ausstreckt, sondern sie eine Weile auf seiner Gnade der Erlösung [aus irgendeiner Last oder Sünde] warten lässt. 
Hosea schreibt weiter, “Wir werden vor seinem Angesicht leben.” Wieder hier sollen die Gläubigen sich stärken, denn Gott würde denen sein väterliches Gesicht zuwenden, nachdem Er sich von denen lange Zeit weggedreht hatte. “Wir werden vor seinem Angesicht leben.” Denn solange Gott sich nicht um uns kümmert, erwartet uns eine sichere Zerstörung, doch sobald Er uns anblickt, belebt Er uns durch seinen Anblick allein. 
Daher versprechen sich die Gläubigen diesen Segen, dass Gottes Angesicht nach langer Dunkelheit sie wieder beleuchten wird. Hier finden sie die Hoffnung auf Leben, und zur selben Zeit entfernen sich von allen Hindernissen, die das Licht des Lebens in den Schatten stellen. Denn solange wir hin und her rennen, können wir das Leben nicht ergreifen, dass Gott uns verspricht. Denn die Reize dieser Welt sind viele Schleier, die unsere Augen davon abhalten, das freundliche väterliche Gesicht Gott zu sehen."
Calvin, Hosea Auslegung, über Hosea 6: 2. 

Mittwoch, 13. September 2017

Dein Smartphonegebrauch

10 Fragen, um deinen Smartphonegebrauch zu überprüfen. 
1. "Offenbart mein Smartphonegebrauch eine Abhängigkeit von unpassenden Unterhaltungen?
2. Offenbart mein Smartphonegebrauch eine zwingende Sehnsucht gesehen und bestätigt zu werden? 
3. Lenkt mich mein Smartphonegebrauch von echter Gemeinschaft mit Gott ab? 
4. Lenkt mich mein Smartphonegebrauch davon ab, nüchtern und klar über meinen eigenen Tod, Christi Wiederkehr und ewige Realitäten nachzudenken? 
5. Beschäftigt mich mein Smartphonegebrauch mit dem Streben nach weltlichem Erfolg? 
6. Hindert mein Smartphonegebrauch die Leitung des Heiligen Geistes in meinem Leben? 
7. Beschäftigt mich mein Smartphonegebrauch mit Dating und Romantik? 
8. Erbaue ich andere Christen und meine Ortsgemeinde durch meinen Smartphonegebrauch? 
9. Liegt der Fokus meines Smartphonegebrauchs auf das, was für mich notwendig und für andere hilfreich ist? 
10. Verblendet mich mein Smartphonegebrauch von den Bedürfnissen der Menschen, die Gott direkt vor mir gestellt hat?"

Dienstag, 12. September 2017

Wie Dein Handy Dich Verändert

Tony Reinke hat ein absolut herrliches und aktuelles Buch zum Thema Smartphones geschrieben. "12 Ways Your Phone Is Changing You" will weder unsere Smartphones verdammen, noch jeglichen Gebrauch davon für schlecht halten. Viel mehr liefert Tony uns eine kurze Theologie der Technologie, und geht dann auf 12 Konsequenzen eines unbedachten, übermässigen Smartphonegebrauch ein. 

Diese Konsequenzen sind: 
1. Wir sind abhängig von Ablenkungen
2. Wir nehmen unser eigenes Fleisch und Blut nicht mehr wahr
3. Wir sehnen uns nach sofortiger Bestätigung
4. Wir verlieren unsere Lesefähigkeit
5. Wir futtern uns vom Produzierten.
6. Wir werden das, was wir "liken" (D.h.: das, was uns gefällt.)
7. Wir werden einsam
8. Wir gewöhnen uns an geheimen Sünden
9. Wir verlieren an Bedeutung
10. Wir haben Angst davor, etwas zu verpassen, (Auf English: FOMO: "Fear Of Missing Out")
11. Wir werden brutaler miteinander
12. Wir verlieren die Zeit, die Gott uns geschenkt hat
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Hier bei Amazon erhältlich.

Montag, 4. September 2017

Alles Wirkt Zum Guten

Hier das Vorwort von All Things For Good von Thomas Watson

“Christlicher Leser, 
Es gibt zwei Dinge, die ich immer für schwierig gehalten habe. Das eine ist, die Gottlosen traurig [für ihre Sünden] zu machen. Das andere ist, die Gläubigen glücklich zu machen. Hoffnungslosigkeit in den Gläubigen entsteht aus einer doppelten Quelle; entweder weil ihre innerlichen Tröste verdunkelt werden, oder weil ihre äußerlichen Tröste gestört werden. 

Um diese beide Ärgernisse zu überwinden, habe ich folgendes Buch in der Hoffnung geschrieben, dass es durch Gottes Segen ihre verzagenden Herzen aufrechterhält, und denen eine bessere Sicht der Dinge gibt. … “Alle Dinge wirken zusammen zum Guten deren, die Gott lieben.” (Römer 8: 28)

Es ist eine Trost zu wissen, dass nichts den Gläubigen schadet, aber versichert zu werden, dass alle Dinge, die passieren, zu ihrem Guten mitwerken werden, dass ihre Kreuze in Segen verwandelt werden, dass der Regen der Bedrängnis die verwelkende Wurzel ihrer Gnade verwässert, so dass ihre Gnade noch mehr aufblüht, möge das die Herzen der Gläubigen mit Freude füllen, bis sie überlaufen."

Im Buch schreibt Watson folgendes:

1. Die besten Dinge wirken zusammen zum Guten für die Gläubigen a) Die Eigenschaften Gottes
b) Die Verheißungen Gottes
c) Die Barmherzigkeiten Gottes
d) Die Gnaden des Geistes
e) Die Engeln Gottes
f) Die Gemeinschaft der Heiligen
g) Die Fürbitte Christi
h) Die Gebete der Heiligen [d.h. von allen Christen!]

2. Die schlimmsten Dinge wirken zusammen zum Guten für die Gläubigen a) Das Böse der Bedrängnis
b) Das Böse der Versuchung
c) Das Böse des Verlassen
d) Das Böse der Sünde

3. Warum alle Dinge zusammen zum Guten für die Gläubigen wirken a) Der Grund wieso alles zum Guten wirkt
b) Schlussfolgerungen dieser Wahrheit

4. Von der Liebe zu Gott a) Das Wesen der Liebe
b) Die Ursache der Liebe
c) Die Arten der Liebe
d) Die Eigenschaften der Liebe
e) Die Quantitäten der Liebe
f) Gebrauch: Eine Ermahnung für die, die Gott nicht lieben.

5. Die Prüfungen der Liebe zu Gott
6. Eine Ermahnung Gott zu lieben a) Eine Ermahnung ein Liebhaber Gottes zu (20 Motivationen Gott zu lieben)
b) Eine Ermahnung deine Liebe zu Gott zu bewahren
c) Eine Ermahnung deine Liebe zu Gott zu vergrößern.

7. Von der wirksamen Berufung a) Eine Bemerkung über die verschiedene Sorten der Berufungen.
b) Unser Zustand vor unserer Berufung
c) Die Mitteln unserer wirksamen Berufung
d) Die Methode, die Gott gebraucht, um Sünder zu berufen
e) Die Eigenschaften dieser wirksamen Berufung
f) Das Ziel der wirksamen Berufung
g) Gebrauch: Eine Ermahnung deine Berufung sicher zu stellen.

8. Ermahnungen an denen, die berufen sinda) Bestaune die freie Gnade Gottes
b) Sei barmherzig mit denen, die noch nicht berufen sind.
c) Wandle würdig deiner höhen Berufung

9. Über Gottes Ziel a) Gottes Ziel ist die Ursache der Erlösung
b) Gottes Ziel ist die Begründung [oder Zuversicht] der Erlösung.

Freitag, 25. August 2017

Die Ironie Des Evangeliums

"Jesus hat Hunger (4: 2), aber speist andere (14: 31-21). Er wird müde (8: 24), aber bietet andere Ruhe und Erholung an (11: 28). Er ist der König und Christus, aber bezahlt Steuer (17: 24-27). Man nennt ihn den Teufel, aber Er treibt Dämonen aus (12: 22-32).
Er stirbt den Tod eines Sünders, aber kommt, um sein Volk von seinen Sünden zu retten (1: 21). Er wird für dreißig Silberstücke verkauft, aber gibt sein Leben als Lösegeld für viele (20: 28). Er verwandelt keine Steine ins Brot für sich selbst (4: 3-4), aber gibt sein Leib als Brot für Menschen (26: 26)."
D. A. Carson, Matthew's Gospel, (Carson schreibt über Matt 4: 2.)

Dienstag, 22. August 2017

Die Christliche Religion Besteht Aus Liebe

"Alle [christliche] Religion besteht tatsächlich aus Liebe. Der Glaube ist die dankbare Annahme [von Christus], und Dankbarkeit ist ein Zeichen der Liebe. In der Buße bereut die Liebe [ihre Sünden]. In dem Streben nach Heiligkeit sucht die Liebe. Im Gehorsam gefällt [Gott] die Liebe. Selbstverleugnung ist die Abtötung von Selbstliebe. Nüchternheit ist das Ende der weltlichen Liebe.  
Wenn die Liebe nicht belebt und aktiv gehalten wird, wird sie verkümmern. Die Zuneigungen eines Menschen machen keine Pause; richten sie sich nicht nach Gott in der Liebe aus, dann laufen sie nach weltlichen Dinge. Wenn unsere Liebe nach Gott abnimmt, nimmt die Liebe zur Welt in unserer Seele zu. Es ist die Kraft der Liebe, die uns davon abhält, für uns selbst zu leben. ... Wie viel sollten wir also beten, dass Gott unsere Liebe [zu ihm] belebt, bekräftigt und bewahrt! Eine der Wirkungen des Heiligen Geistes ist, dass Er unsere Liebe zu Gott entfacht."
A. W. Pink, zitiert in Mark Dever, The Message of the Old Testament, s. 689.

Freitag, 18. August 2017

Wie Etwa Eine Spinne

"Deine Sündhaftigkeit macht dich sozusagen so schwer wie Blei, so dass sie dich mit ihrem gewaltigen Gewicht und ihrem starken Druck zur Hölle treiben wird. Wenn Gott dich fallen ließe, würdest du den Boden unter dir verlieren, im Nu hinuntersinken und im bodenlosen Abgrund untertauchen. Deine Gesundheit, deine Sorgfalt und deine Vorsicht, deine besten Maßnahmen und deine eigene Gerechtigkeit wären nicht imstande, dich zu halten und vor der Hölle zu bewahren, so wenig wie ein Spinngewebe einen stürzenden Felsen aufhalten könnte. ...  
...  Gott, der euch noch über dem Abgrund der Hölle hält gerade so, wie etwa eine Spinne oder ein abscheuliches Insekt über dem Feuer gehalten wird, dieser Gott verabscheut euch und ist schrecklich erzürnt; sein Zorn gegen euch brennt wie Feuer; er betrachtet euch als Leute, die nichts anderes verdient haben als in den feurigen Pfuhl geworfen zu werden; seine Augen sind zu rein, als dass sie euren Anblick ertragen könnten; ihr seid in seinen Augen zehntausendmal scheußlicher als die garstigste Giftschlange in den unsrigen.  
Ihr habt ihn unendlich tiefer beleidigt als irgendein widerspenstiger Rebell seinen Herrscher; trotz alledem bewahrt euch seine Hand noch jeden Moment vor dem Sturz ins Feuer. Nur dieser Bewahrung in seinen Händen hast du es zu verdanken, wenn du in der letzten Nacht noch nicht zur Hölle gefahren bist, wenn du heute morgen noch auf dieser Welt erwachen durftest, nachdem du gestern Abend die Augen zum Schlaf geschlossen hattest; und wenn du, seit du heute morgen aufgestanden bist, noch nicht zur Hölle gefahren bist, so liegt es einzig und allein daran, dass Gott dich noch gehalten hat."
Jonathan Edwards, Die Sünder in den Händen eines zornigen Gottes. Hier als PDF dank dem Martin Bucer Seminar.

Der, dem viel vergeben worden ist, wird viel lieben. Der, der die Realität Gottes Zornes beherzigt hat, wird Christus und seinen Opfertod aus tiefstem Herzen lieben, und täglich Gott dafür danken, dass er nicht unter seinem Zorn aufgewacht ist. 
"Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. 9 Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden!" Römer 5: 8-9.

Donnerstag, 17. August 2017

Christi Perfekte Liebe

"Die Liebe in Christi ist nicht Liebe wie sie in uns ist, denn die Liebe in Ihm ist der Kern seines Wesen (1 Joh 4: 16); doch in uns ist der nicht der Fall. ... Gott ist die Liebe, Christus ist Gott, daher ist Christus die Liebe, die Liebe in ihrer reinsten und höchsten Form. Die Liebe ist essentiell für seine Existenz. Würde Christus aufhören zu lieben, hörte Er auch auf zu sein. ... Daher dürfen wir wissen, dass seine Liebe von keinen der Schwachheiten und Defekten begleitet wird, die unsere Liebe begleiten."
John Bunyan, All Loves Excelling, s. 49.

Mittwoch, 16. August 2017

Herzlos?

Manchmal höre ich Leute sagen, dass sie Paulus nicht mögen. Er sei zu kalt und herzlos. Das kann doch nicht wahr sein. Hör ihm zu wie er doch spricht! 

Er nennt Epänetus und Stachys, "meinen geliebten" (Röm 16: 8, 9); Amplias "meinen im Herrn geliebten" (Röm 16: 9). Timotheus ist sein "geliebtes und treues Kind im Herrn" (1 Kor 4: 17; 2 Tim 1: 2). Tychichus ist "der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn" (Eph 6: 21; Kol 4: 7). Epaphrus ist "unser geliebter Mitstreiter" (Kol 1: 7). Onesimus ist "unser treuer und geliebte Bruder" (Kol 4: 9). Philemon ist "unser geliebter Mitarbeiter ... und geliebter Bruder" (Philemon 1, 6). Zu Timotheus schreibt Paulus: "Ich bin voll Verlangen, dich zu sehen, da ich mich an deine Tränen erinnere, damit ich mit Freude erfüllt werde." (2 Tim 1: 4).

Er spricht ganze Gemeinden als "meine geliebten Kinder" (1 Kor 4: 15); "meine Geliebten" (1 Kor 10: 14; Phil 2: 12); "meine geliebten Brüder" (1 Kor 15: 58); "Geliebten" (Römer 12: 19; 2 Kor 7: 1; 12: 19); "geliebte Kinder" (Eph 5: 1); "von Gott geliebte Brüder" (2 Thess 2: 13) an.

Oder Phil 4: 1 "Darum, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!" (c.f: 1 Thess 2: 19-20; 3: 9.)

Tatsächlich ist es nicht nur Paulus, der so spricht. Peter und Johannes sprechen genauso (1 Pet 2: 11; 4: 12; 2 Pet 3: 1; 1 Joh 3: 21; 4: 1; 4: 7; 4: 11; 3 Joh, 1,2,5.)

Wieso sprechen die Aposteln so? Weil sie wussten, dass Jesus Christus "der Geliebte" ist, den der Vater ewig und eifrig liebt (Eph 1: 6; Kol 1: 23). Und sie hatten erfahren, dass diese Liebe in ihre Herzen ausgegossen wurde (Römer 5: 5), weil Gott sie und alle Christen eins mit Jesus gemacht hat (Eph 1: 7). So floss "die herzliche Liebe Christi" aus ihren Herzen zu allen, die dem Herrn gehörten (Phil 1: 8).

Ich will ein solcher Pastor sein. Nicht bloß einer, der diese Begriffe als billige Floskeln verkauft, sondern diese herzliche Liebe mehr und mehr erfahren und weitergeben. Welch ein Privileg, wir Christen haben, dass wir uns so lieben können und dürfen.

Sollen Wir Nicht Staunen?

"Es ist normal, dass Menschen ihresgleichen lieben, oder dass sie ihre Vorgesetzte und Regierenden lieben. Doch, dass der König der Könige, der Sohn Gottes, Jesus Christus, Menschen so liebt, das ist erstaunlich. Es ist noch erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass das Objekt seiner Liebe, dass die Menschen so niedrig, ekelhaft, unwürdig und nichtig [in ihrer Sünde] sind, wie die Schrift sie überall beschreibt. 
Er ist Gott (Joh 1: 1); der König der Herrlichkeit (Ps 24: 10); der Herr der Herrlichkeit (2 Kor 2: 8). Er ist das helle Strahlen der Herrlichkeit seines Vaters (Heb 1: 3). Er ist das Haupt aller Dinge (Eph 1: 22); der Prinz des Lebens (Apg 3: 15); der Schöpfer und Erhalter von allem und Herrscher über alles (Kol 1: 16; Heb 1: 3; Matt 28: 18). Der einzige ewig Beliebte seines Vaters (Matt 11).  
Doch die Personen, die Er liebt, sind Missetäter, Sünder, Feinde, Staub und Asche, Flöhe (1 Sam 24: 14); Würmer, Schatten, ekelhaft, sündig, verdorben, unrein, gottlose Narren und Verrücke. Soll man nicht staunen, und zutiefst berührt werden, dass Er sein Auge auf einen solchen Menschen setzt? Und sollen wir nicht weiter staunen, dass Er sein Herz an uns hängt? Tatsächlich ist es wahr: diese erhabene, herrliche Person liebt solche Menschen."
John Bunyan, All Loves Excelling, s. 47 

Montag, 14. August 2017

Alles Gehört Uns

"Alles gehört euch" 1 Kor 3: 21.  
"Dank der Einigung des Gläubigen mit Christus, besitzt er tatsächlich alle Dinge. Wir wissen das von der Schrift. Doch vielleicht stellt sich die Frage dann, "Wie besitzt er alle Dinge? Was bringt das ihm? Wie ist ein wahrer Christ so viel reicher als andere Menschen?"

[Hier die Antwort: Das will heißen], dass Gott, der Dreieinige, alles, was Er ist, alles, was Er hat, alles, was Er tut oder getan hat, das ganze Universum, alle Körper und Geister, Himmel und Erde, Engel, Menschen und Dämonen, Sonne, Mond und Sterne, Land und Meer, Fische und Geflügel, alles an Silber und Gold, alle Könige und Herrscher, wie auch alle armen Menschen, gehören dem Christen genauso sehr, wie das Geld in seiner Hosentasche, die Klamotten, die er trägt, das Haus indem er wohnt, die Nahrung, die er isst. Ja, Sie sind noch mehr seins, sie bringen ihm viel mehr, als wenn er alle diesen erwähnten Dinge befehlen könnte, das zu tun, was er für Gut fände.

Dank seiner Einigung mit Christus, weil Christus, der sicherlich alles besitzt, ihm ganz und gar gehört, so besitzt auch er alles. Er besitzt es mit mehr Recht darauf als eine Frau auf ihren Ehemann und seinen Gut hat. ... Es gehört ihm alles.

Christus leitet jedes Atom im Universum, so dass es dem Christen so viel dient und bringt wie möglich. So geht Christus mit jedem Luftpartikel und jedem Sonnenstrahlen um, sodass der Christ in der kommenden Welt, wann er das alles sieht, sich hinsetzen wird, und sein ganzes Erbe mit überraschten, erstaunlichen Freude genießen wird."
Jonathan Edwards, Miscellany, Vol 13 Works, s. 183.

Freitag, 11. August 2017

Glücklich

"Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass die Großartigkeit von Gottes Liebe sich am klarsten zeigt, indem Gott Christ als Retter [bis in den Tod] aufgibt, und uns mit seinem Erbe und seinen Reichtümern beschenkt, damit wir glücklich seien."
Bunyan, All Loves Excelling, s. 99.

Donnerstag, 10. August 2017

Echte Demut

"Gottes Gnade soll uns tiefer in die Demut führen. Echte Demut besteht nicht darin, dass man sich nur für klein und nutzlos hält. Echte Demut ist kein Minderwertigkeitskomplex. Echte Demut besteht darin, dass ich erkenne, wie groß und herrlich Gott ist, und mich dann in seinem Licht sehe. In der Schrift ist Demut immer die Frucht der Gnade, nicht der Angst. Es ist die Liebe Gottes, die einen Menschen wirklich demütig macht. ... Wenn wir erkennen, wie sehr sich Gott um uns kümmert, macht das uns demütig." 
Sinclair Ferguson, The Christian Life, s. 25.

Montag, 17. Juli 2017

So Verherrlicht Er Gott Nicht

"Der, der sich durch seine äußerliche Taten rechtfertigt, stimmt dem Gesetz Gottes in seinem Herzen nicht zu, er liebt es auch nicht, sondern möchte viel mehr, dass es kein solches Gesetz gäbe.

So verherrlicht er Gott nicht, sondern hasst ihn als einen Tyrann. Er hat keine Liebe für Gottes Verheißungen, sondern will in seiner eigenen Kraft sein eigener Retter sein. Er verherrlicht Gott ganz und gar nicht, auch wenn er scheint, das durch seine äußerliche Werke zu tun."

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 9.

Montag, 10. Juli 2017

Durch Gnade

“Durch Gnade, (d.h.: durch Gottes Gunst) werden wir aus Adam heraus gepflückt, der die Quelle von aller Boshaftigkeit ist, und in Christus hineingesetzt, der die Quelle von aller Güte ist. In Christus liebte Gott uns, seine Auserwählten, schon vor Grundlegung der Welt, und bestimmte uns für die Erkenntnis seines Sohnes und seines heiligen Evangeliums. 
Jetzt, wann uns das Evangelium gepredigt wird, öffnet Gott unsere Herzen, und schenkt uns Gnade, damit wir glauben. Er setzt den Geist Christi in uns hinein. Daraus lernen wir Gott als unseren höchstgnädigen Vater kennen, und lernen sein Gesetz innerlich lieben. … [Wir lernen, dass] das Blut Christi Genugtuung für unsere Sünden geleistet hat. Ja, dass das Blut Christi alle Dinge für uns erkauft hat. Christus ist unsere Sühne, Erlöser, und Retter, der uns von allem Gericht und Zorn befreit.” 
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 11.

Freitag, 7. Juli 2017

Tausend Ketten

William Tyndale beschreibt unseren Zustand bevor unserer Bekehrung: 
“Der Sündenfall durch Adam hat uns zu Erben des Gerichts und des Zornes Gottes gemacht, Erben des ewigen Verdammnis. Sein Fall hat uns in die Gefangenschaft und Knechtschaft unter dem Teufel gebracht. So ist der Teufel unser Herr und Herrscher, unser Haupt und Fürst, sogar unser Gott. Unser Wille ist fester an dem Willen des Teufels geschlossen und gebunden, als hundert tausend Ketten einen Mann an einem Pfahl binden könnten. 
Dem Teufels Willen stimmen wir mit unserem ganzen Herzen, unserem ganzen Verstand, mit alle unserer Kraft, Stärke und Macht zu. So ist es, dass wir das Gesetz und der Wille des Teufels tief in unserem Herzen und unseren Gliedern geschrieben sind. So laufen wir blindlings nach dem Teufel mit vollem Eifer, mit der vollen Wucht unserer ganzen Kraft. Wir sind wie ein Stein, der hinauf geworfen wird, und aus sich selbst mit der Gewalt seines eigenen Gewichtes wieder runterfällt.”

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 13. 

Vgl. Joh 8:32-47; Epheser 2: 1-3. Nehmen wir diese Lehre der Schrift über unsere eigene Sündhaftigkeit zu Herzen, wird die Freude an Christus und seiner Erlösung täglich wachsen.

Dienstag, 4. Juli 2017

Nichts Zu Befürchten

"Die Grundlage des christlichen Glaubens und der christlichen Hoffnung, tatsächlich der Kern der guten Nachricht, ist, dass Jesus starb und stand wieder auf, um uns mit ihm zu vereinigen, sodass bei seiner Wiederkehr Er uns nimmt, um ewig bei ihm zu sein. Unser rückkehrender König ist kein anderer als unser gekreuzigter und auferstandener Retter. Wir haben daher absolut nichts zu befürchten. Ganz im Gegenteil, wir dürfen gewiss sein, dass nichts (weder Tod, noch Trauer, noch Gericht) uns von ihm trennen kann, der starb, um uns zu sich selbst zu bringen. Daher ermutigt, tröstet und erbaut einander mit diesen Worte."
John Stott, Message of Thessalonians, s. 116

Freitag, 23. Juni 2017

Nichts Anderes Als Barmherzigkeit


"Aus seiner Fülle haben wir alle Gnade um Gnade, Gunst um Gunst empfangen. Das heißt, wegen der Liebe und Gunst, die der Vater zu seinem Sohn Christus hat, gibt uns der Vater seine Liebe un Gunst und alle Gaben seiner Gnade, wie ein Vater seine Söhne beschenkt. Wie Paulus es sagt, “Er liebte uns in seinem Geliebten vor der Grundlegung der Welt (Vgl: Eph 1:4-7) … Wer auch immer zu Christus flieht, kann nichts anderes von Gott hören oder empfangen, als Barmherzigkeit."
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture. S.7.

Freitag, 16. Juni 2017

Gottes Taten Der Liebe

"Betrachte die erstaunliche Güte Gottes, dass es ihm gefällt, unser Vater zu werden, diese trostreiche Beziehung mit uns zu beginnen. Gott hatte es nicht nötig, uns zu adoptieren. Ihm fehlte kein Sohn, doch wir hatten keinen Vater. Als unser Schöpfer zeigte Gott seine Macht; als unser Vater zeigte Gott seine Barmherzigkeit. 
Als wir Gottes Feinde waren, standen unsere Herzen wie verteidigte Festungen gegen Gott. Dass Er unsere Hartnäckigkeit erobert, und seine Feinde zu Kindern macht, und seinen Namen und sein Ebenbild auf uns liegt, und uns mit dem Königreich der Herrlichkeit beschenkt, welch ein Wunder der Barmherzigkeit! [...]  
Wenn Gott Vater ist, dann daraus folgere ich, dass alles, das Er seinen Kindern tut, eine Tat der Liebe ist."  
Thomas Watson, Works, 389.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Die Geringste Sünde

"Wer kennt alle Ziele und Wirkungen der Sünde? Damit meine ich das, was sogar die geringste Sünde beabsichtigt, und unvermeidbar auf den Sünder bringen will. Es gibt keine Plage, kein Urteil, kein Leid, tatsächlich überhaupt nichts Böses unter dem Himmel, was die Geringste unserer Übertretungen aus Gottes Hand nicht verdient hat! 
Die geringste Sünde ruft nach allen Bedrängnisse, die es auf der Erde gibt. Sie sollen sofort allesamt auf die Seele und den Leib des Sünders fallen. Das ist offensichtlich so, denn die geringste Sünde verdient die Hölle, welche schlimmer als alle Seuchen hier auf Erde ist. ... Wenn die geringste Sünde das alles verdient hat, was denkst du, haben die ungezählte Häufen deiner Sünden verdient?" 
Bunyan, All Loves Excelling, s. 76. 
Wenn wir nicht darüber nachdenken, werden wir kaum die Liebe Christi begreifen, die uns von allen Ungerechtigkeiten und ihrer Strafe rettet.

Dienstag, 13. Juni 2017

Das Meer Gottes Barmherzigkeit

"Frage: Wird Gott mir ein Vater sein, der ich seinen Namen entweiht habe, und ein großer Sünder bin? 
Antwort: Wenn du jetzt Gott im Gebet suchst, und deine Sünde verlässt, hat Gott die Barmherzigkeit eines Vaters für dich, und wird dich nie und nimmer verwerfen. Als der jüngere verlorene Sohn sich aufmachte und zu seinem Vater ging, "Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn" (Luke 15: 20). 
Obwohl du ein verlorenes Kind warst, und fast alles auf deine Gelüste und Begierden ausgegeben hast, doch wenn du dich von deinen Sünden trennst, und in Buße zu Gott fliehst, sei gewiss, Er hat die Barmherzigkeit eines Vaters. Er wird dich in den Armen seiner Barmherzigkeit begrüßen und umarmen. Er wird deine Vergebung mit einem Kuss versiegeln. 
Frage: Was ist, wenn meine Sünden doch abscheulich waren? 
Antwort: Deine Wunde ist nicht so groß als das Pflaster von Christi Blut. Das Meer bedeckt große Felsen. Das Meer von Gottes Barmherzigkeit kann deine großen Sünden ertrinken. Daher, sei nicht entmutigt; geh zu Gott, werfe dich auf seine väterliche Barmherzigkeit. 
Es gibt ein überragend großer Trost für die, die mit guter Begründung [d.h. durch den Glauben an Jesus Christus] Gott "Vater" nennen können. Es gibt mehr Süßigkeit [und Trost] in diesem Wort "Vater", als wenn uns 10,000 Welten uns gehörten."
Thomas Watson, Works, 390-391. 

Montag, 12. Juni 2017

Was Satan Am Meisten Widerstrebt

"Nichts widerstrebt Satan mehr als die Offenbarung der Liebe Christi in ihrer eigenen und vollen Herrlichkeit und Schönheit; denn er weiß, dass diese Liebe sein Reich zerstört." 
Bunyan, All Loves Excelling, - s.83

Mittwoch, 7. Juni 2017

Wir Suchen Nach Sühne

"Die Suche der Menschheit nach einer Sühne lässt sich nicht auf explizit religiöse Handlungen beschränken. In der religiösen Welt wird Sühne geleistet, um das Gericht der Götter zu besänftigen. In der säkularen Welt wird Sühne geleistet, um das Gericht von anderen zu besänftigen, sei es die Personen, die Gemeinschaften, die Institutionen, oder die Ideologien, vor denen wir uns verantwortlich fühlen. Die Schuld und das Gerichtsurteil für unsere Versagen beziehen sich zwar auf andere Objekte, aber in beiden Welten funktioniert es auf gleicher Weise."  
Paul Zahl, Who Will Deliver Us? The Present Power of the Death of Christ, s. 34

Donnerstag, 25. Mai 2017

Nichts Halbes

"Wir werden bewahrt; müßten wir uns selbst schützen und erhalten, so gingen wir unter. Aber mit dem Ruf, den Gott an die Gemeinde richtet, hat Er ihr seine Gnade gegeben, die nicht wechselt, und nichts halbes will und macht, sondern ihr Werk vollendet. Dadurch, dass sie uns mit unerschöpflichem Vergeben und unermüdlichen Helfen bis zum Ziel führt, erweist sich Gott als treu."
Adolf Schlatter, 1 Thessalonicher, 36.  Er kommentiert die Versen 1 Thess 5: 23-24.

Montag, 22. Mai 2017

Schwierige Freundschaften


"Freundschaft mit Menschen, die anders sind als wir, ist eine großartige Gabe an uns, die uns hilft, in Christus zu wachsen. Wenn wir weniger gemeinsam mit diesen Menschen haben, können wir viel leichter das entdecken, was wir doch gemeinsam haben: Christus. So werden wir mehr über Jesus miteinander reden." - Jamie Dunlop. 
Die schwierigen Freundschaften in der Gemeinde sind eine Gabe Gottes, ein überraschend fruchtbarer Weg in die Reichtümer Jesu Gnade und Fürsorge. Wie könnte diese Wahrheit die Zeit vor und nach dem Gottesdienst prägen? Oder wie häufig und wen wir zum Essen einladen? Hab keine Angst vor Peinlichkeit in dem Miteinander mit Menschen in der Gemeinde; sprich über Jesus. Frag jemanden, "Wie geht's dir geistlich?" und hör' ihm zu.

Samstag, 20. Mai 2017

Wir Sind Das Problem

"Weil wir Gott nicht wirklich kennen, müssen wir … eine Theologie aufbauen, die uns eigentlich ermöglicht, unser Vertrauen in uns selbst zu setzen. Der Sinn von Luthers Schrift “Vom unfreien Willen” ist, dass wir als Sünder durch unseren eigenen Willen dazu gezwungen sind. Die Knechtschaft des Willens kommt nicht davon, dass Gott allmächtig ist, und uns dazu zwingt “gegen unseren Willen” zu handeln. 
Nein, die Knechtschaft des Willens, wovon Luther sprach, war etwas sehr anders. Sie ist etwas, was wir selbst geschaffen haben. Wir wollen einen allmächtigen Gott nicht. Daher sind wir durch unseren eigenen Willen dazu gezwungen, einen Theologie auf unserer eigenen Freiheit aufzubauen. Wir sind das Problem, nicht Gott."
G. Forde, Where God Meets Man: Luther's Down-to-Earth Approach to the Gospel, s. 24.

Freitag, 19. Mai 2017

Wieso Soll Ich Gemeindemitglied Werden?

Etwas bearbeitet Aus einem Seminar von 9Marks

Werde Mitglied einer Gemeinde ... 
1. ... um Nichtchristen zu helfen (1 Kor 5). Es ist einfach zu denken, man sei bekehrt, wenn das doch nicht der Fall ist. Eine Gemeinde wird Nichtchristen (im Gottesdienst und in der Welt) zeigen, wie echte Christen wirklich leben. 

2. ... um schwächeren Christen zu helfen (Eph 4:7-16). Das christliche Leben lässt sich am Besten in der Gemeinde leben. Jesus baut uns als Tempel, Leib, Braut und Haus auf. Diese Bilder setzen eine gemeinsame Verbundenheit voraus. Werde Gemeindemitglied, sodass weniger Leute sich Christen nennen können, ohne Mitglied einer Ortsgemeinde zu sein.

3. ... um stärkeren Christen zu helfen (Joh 13; 1 Joh 1). Das Ziel des christlichen Lebens ist die gemeinsame Liebe zu Gott und zu einander. Um ein stärker Christ zu sein, sowie auch um anderen Christen die Gelegenheit zu geben, andere zu lieben, werde Mitglied einer Ortsgemeinde.

4. ... um Gemeindeleitern zu helfen (Heb 13: 7,17). Gemeindeleiter müssen Rechenschaft vor Gott für ihre Gemeindemitglieder ablegen. Dafür müssen wir wissen, wer zur Gemeinde gehört und wer nicht. 

5. ... um Gottes willen (Apg 20: 28; 1 Pet 2: 9-10). Die Gemeinde existiert zur Ehrlichkeit Gottes. Sie ist Gottes Plan, durch Gott erkauft und erlöst, und für Gott geheiligt. Wer Christ ist, soll also Gottes Anliegen für Gottes Ehre durch die Gemeinde teilen (Eph 3: 10, 20-21).

Einen Anderen Fürsprecher?

"Wozu wollen wir einen anderen Fürsprecher suchen, da wir durch ihn allein Zugang zum Vater haben und da es Gott gefiel, uns seinen Sohn zu geben, dass er unser Fürsprecher wäre, nicht dass wir ihn verlassen sollten, um uns einen anderen zu nehmen, oder vielmehr einen anderen zu suchen und niemals zu finden? Denn als Gott ihn uns gab, wusste er wohl, dass wir Sünder sind."

Mittwoch, 3. Mai 2017

Christi Herz Für Dich

“Deine Sünden erregen sein Mitleid viel mehr als seinen Zorn... Wie das Herz eines Vaters für sein Kind, das eine abscheuliche Krankheit hat, oder wie man ist, wenn ein Teil von eigenem Körper leprakrank wird. Man hasst das Körperteil nicht, denn es ist noch sein Fleisch, sondern man hasst die Krankheit und hat deswegen noch mehr Mitleid mit dem getroffenem Körperteil... Wenn dein Kind krank wird, schmeisst du ihn nicht aus dem Haus. Du weinst mit ihm und kümmerst dich um seine Bedürfnisse. Christus reagiert auf unsere Sünden mit Barmherzigkeit und Mitleid, obwohl Er sie verabscheut."
Thomas Goodwin, The Heart of Christ.